Freiburg setzt auf neue Strategie für Nachhaltigkeit
In Freiburg (Baden-Württemberg) soll Nachhaltigkeit künftig eine größere Rolle bei politischen Entscheidungen spielen. Die Verantwortlichen in der Politik, der Verwaltung und den städtischen Unternehmen haben dafür eine gemeinsame Leitlinie aufgestellt. Diese dient als Orientierung für ihre tägliche Arbeit. Die politische Führung der Stadt betrachtet das Thema als Chefsache.
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Gemeinderat. Er legt die Ziele und den Rahmen für das politische Handeln fest. Die Stadträte sorgen dafür, dass die Verwaltung und die städtischen Firmen an einem Strang ziehen. Unterstützt wird der Gemeinderat von 13 Fachausschüssen, in denen auch sachkundige Bürger und Experten mitarbeiten. Zudem beruft der Gemeinderat die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates.
Dieser Nachhaltigkeitsrat ist ein Expertengremium mit 40 Mitgliedern. Hier sitzen Leute aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Der Oberbürgermeister leitet den Rat. Die Aufgabe der Gruppe ist es, dem Gemeinderat Tipps zu geben, wie die Stadt nachhaltiger werden kann. Die Mitglieder setzen die Ziele auch in ihren eigenen Institutionen um.
Damit die Nachhaltigkeit in der Verwaltung dauerhaft ankommt, gibt es nun die sogenannte Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Diese Gruppe wird vom Nachhaltigkeitsmanagement geleitet und besteht aus Vertretern verschiedener Ämter und Dienststellen. Die Mitglieder sollen Informationen besser zwischen den Abteilungen austauschen und Themen frühzeitig anstoßen. Die AG ist kein Gremium, das Entscheidungen trifft. Die Mitglieder werden vom Oberbürgermeister ernannt.
Neben den städtischen Ämtern arbeitet Freiburg auch mit externen Partnern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft zusammen. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern, um die lokalen Nachhaltigkeitsziele gemeinsam zu erreichen.