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Frechen investiert über 50 Millionen Euro in Schulen

Mit einem großen Anteil an Fördermitteln will die Stadt Frechen das sogenannte Rotationsgebäude als Standort für Bildung bauen. Copyright und Urheber siehe Frechen

Die Stadt plant einen riesigen Modernisierungsschub für ihre Bildungseinrichtungen. Besonders ein neues Schulgebäude und bessere Ganztagsangebote stehen im Fokus.

In Frechen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wird massiv in die Zukunft der Kinder investiert. Insgesamt fließen über 50 Millionen Euro in verschiedene Projekte. Ein Großteil dieses Geldes kommt nicht aus der eigenen Stadtkasse, sondern durch Fördergelder vom Land und vom Bund.

Das größte Projekt ist der Neubau eines sogenannten Rotationsgebäudes für Schulen. Hierfür sind Gesamtkosten von rund 47,9 Millionen Euro geplant. Das alte Gebäude wird bereits abgerissen. Wenn alles klappt, ist der Neubau im Jahr 2028 fertig. Die Stadt hat hierfür knapp 9,95 Millionen Euro an Fördermitteln beantragt.

Auch die Grundschulen bekommen eine Aufwertung. An der Burgschule, der Edith-Stein-Schule, der Johannes-Schule, der Mauritiusschule und der Steinzeugschule wird die Ausstattung für die Offene Ganztagsschule (OGS) modernisiert. Das Ganze kostet rund 660.000 Euro. Da das Land 90 Prozent der Kosten übernimmt, zahlt die Stadt nur einen kleinen Teil selbst.

Besonders erfolgreich verlief die Planung an der Mauritiusschule in Frechen-Bachem. Für den dortigen Neubau des Ganztagsbetriebs konnte die Stadt durch ein spezielles Verfahren zusätzliche Gelder in Höhe von 645.103 Euro sichern. Damit steigt die Förderung für das 3,8 Millionen Euro teure Projekt auf insgesamt 2,53 Millionen Euro.

Am Gymnasium Frechen setzt die Stadt auf Technik und Naturwissenschaften. Drei Projekte im Wert von knapp 310.000 Euro sollen den MINT-Bereich stärken. Dazu gehören ein mobiles Forschungslabor (zdi-Science-Trailer), ein Raum für 3D-Druck (Makerspace) und ein Fernsehstudio (MediaLab). Da die Förderung bei 97,50 Prozent liegt und ein Sponsor den Rest übernimmt, kostet das Projekt die Stadt gar kein Geld.

Ein besonderes Detail gibt es ebenfalls an der Mauritiusschule: Während der Bauarbeiten wurde eine alte römische Wasserleitung gefunden. Diese soll nun für knapp 55.000 Euro konserviert werden, damit Schüler und Besucher sie sich ansehen können.

Nicht alles läuft jedoch glatt. Bei der energetischen Sanierung von Gebäuden konnte die Stadt keinen erfolgreichen Förderantrag stellen. Das lag unter anderem an der aktuellen Haushaltslage und daran, dass die geplanten Projekte nicht genau auf die Bedingungen der Förderung passten. Deshalb wird die Stadt nun prüfen, welche Investitionen wirklich Priorität haben.

Bürgermeister Uwe Tietz und Kämmerin Gudrun van Cleef betonten, dass die Stadt trotz einer angespannten Finanzlage handlungsfähig bleibe und gezielt in die Fachkräfte von morgen investiere.

Quelle: Frechen – zur Originalmeldung

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