Deutsch-Französischer Ministerrat tagte im Schloss Augustusburg
Am Freitag, den 17. Juli 2026, stand Brühl (Nordrhein-Westfalen) im Zeichen der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron kamen dort gemeinsam mit ihren Kabinetten zusammen. Als Treffpunkt diente das Schloss Augustusburg.
Die Politiker berieten über zentrale Themen für die Zukunft. Dabei ging es vor allem um die Wirtschafts- und Energiepolitik sowie um Fragen der Sicherheit und Verteidigung. Für Präsident Emmanuel Macron war dies zudem der letzte Ministerrat in seiner Funktion.
Die Wahl des Schlosses war bewusst getroffen. Der Ort hat eine große historische Bedeutung für beide Länder. Früher, als Bonn noch Regierungssitz war, fanden im Schloss Augustusburg viele Staatsbesuche statt. Hier schlug Charles de Gaulle damals Konrad Adenauer vor, einen Freundschaftsvertrag zu schließen. Daraus wurde 1963 der Élysée-Vertrag, der bis heute die Basis für die Zusammenarbeit beider Staaten ist.
Auch die Stadt Brühl selbst steuerte etwas zum Besuch bei. Im Stadtarchiv wurde die digitale Vorlage für ein Gastgeschenk erstellt, das Bundeskanzler Merz an Präsident Macron überreichte. Es handelt sich um eine hochwertige Kopie des Programmheftes vom Besuch von Charles de Gaulle im Jahr 1962.
Bürgermeister Dr. Marc Prokop war ebenfalls beim Empfang im Schloss dabei. Er betonte, dass es für die Stadt eine große Ehre sei, dass der Ministerrat in Brühl tagte. Für ihn sei das Schloss ein Symbol für den Beginn der engen Partnerschaft und ein Zeichen für Frieden und Freundschaft in Europa.
Quelle: Brühl – zur Originalmeldung