Frankfurt: Schule trägt nun Namen von Margot Friedländer
In Frankfurt (Hessen) hat eine Schule einen neuen Namen bekommen. Das bisherige Neue Gymnasium heißt seit dem Start des Schuljahres offiziell Margot-Friedländer-Gymnasium. Benannt ist die Schule nach Margot Friedländer, einer Holocaust-Überlebenden, die im Jahr 2025 gestorben ist. Sie war lange Zeit als Zeitzeugin an Schulen aktiv und hat dort über die Verbrechen der Nationalsozialisten berichtet.
Am Dienstag besuchte Ministerpräsident Boris Rhein die Einschulungsfeier. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern begrüßte er etwa 190 neue Fünftklässler. Der Regierungschef betonte, dass der neue Name der Schule für Mut, Menschlichkeit und Verantwortung stehe. Er sagte, dass es wichtig sei, sich gegen Antisemitismus, Extremismus und Menschenfeindlichkeit zu wehren. Solche Werte gehörten für ihn genauso zum Lernen dazu wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
Die Schule setzt deshalb verstärkt auf Demokratiebildung. Außerdem gibt es dort moderne Konzepte für digitales Lernen und selbstorganisiertes Arbeiten. Boris Rhein hatte Margot Friedländer bereits im Dezember 2025 posthum die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen, die höchste Auszeichnung Hessens.
Zudem sprach der Ministerpräsident über die Finanzen im Bildungsbereich. Er erklärte, dass Hessen so viel Geld wie nie zuvor in die Bildung investiere. Ziel sei es, die Unterrichtsversorgung zu sichern und den Schülern bessere Chancen zu ermöglichen. An der Feier nahm auch Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer teil, der Vorstandsvorsitzende der Margot Friedländer Stiftung.