Falkenstein: Kriminalfälle und Sprache im Alten Spital
Der Vogtländische Mundartkreis startet seine Herbstsaison mit einem Blick in die dunkle Vergangenheit. Am 9. September geht es im „Alten Spital“ in Falkenstein (Sachsen) los. Dr. Wolfgang Viebahn aus Reichenbach erzählt dort über kriminelle Fälle aus dem alten Reichenbach, die vor 1900 passiert sind.
In seinem Vortrag geht es um spektakuläre Geschichten: Der Deutsche Orden soll Urkunden gefälscht haben, und es gab in Reichenbach sogar Inquisitionen und Hinrichtungen. Auch Streit um Bier, ein diebischer Bürgermeister und Kriminalfälle bis zum Jahr 1855 stehen auf dem Programm. Dr. Viebahn zeigt dazu sogar Einträge aus dem königlichen Gerichtsbuch.
Ein paar Wochen später, am Mittwoch, dem 14. Oktober, gibt es einen weiteren Termin. Um 17 Uhr spricht Dr. Peter Weiß aus Lengenfeld im „Alten Spital“ über die Sprache. Sein Thema ist der Weg vom Indoeuropäischen zum Vogtländischen.
Er erklärt, wie aus einer Ursprache verschiedene Sprachfamilien wurden und wie das Deutsche entstand. Dabei spielt er auf die Rolle von Martin Luther, den Buchdruck von Gutenberg, die Brüder Grimm und Konrad Duden ein. Außerdem geht es darum, warum Dialekte wichtig sind und bewahrt werden sollten. Nach dem Vortrag können die Besucher mit dem Experten diskutieren.
Da im „Alten Spital“ nicht beliebig viele Leute Platz finden, muss man sich für beide Termine vorher anmelden. Das geht unter der Telefonnummer 037464 88895 oder direkt beim Kulturamt der Stadt Falkenstein.