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Experten aus drei Ländern schützen Allgäuer Moore

Copyright und Urheber siehe Immenstadt im Allgäu

Rund 30 Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich im Oberallgäu. Sie suchten nach Wegen, Moore zu retten und gleichzeitig die Landwirtschaft zu erhalten.

Im Oberallgäu kamen etwa 30 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Die Gruppe war Teil einer Fachexkursion der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK). Es ging vor allem darum, wie man wertvolle Moorlandschaften schützen kann, ohne dass die Landwirte wirtschaftlich auf der Strecke bleiben.

Moore sind extrem wichtig für das Klima, weil sie riesige Mengen Kohlenstoff speichern und Wasser in der Gegend halten. Dr. Michael Honisch vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF) in Kempten erklärte, dass die Probleme beim Schutz dieser Böden in der ganzen Bodenseeregion ähnlich sind. Deshalb wolle man Erfahrungen über die Landesgrenzen hinweg austauschen.

Behördenleiter Rainer Hoffmann betonte, dass der Schutz der Moore nur funktioniert, wenn die Landwirte mitmachen. Die Betriebe müssen so weiterentwickelt werden, dass sie auch in Zukunft Geld verdienen können. Gleichzeitig wird das Allgäu immer mehr vom Klimawandel getroffen. Das zeigt sich durch ausgetrocknete Böden, heftigen Starkregen und lange Trockenphasen.

Der Moorbodenberater Georg Ott vom AELF Kempten zeigte auf, wie man nasse Flächen trotzdem nutzen kann. Möglich sei das zum Beispiel durch Beweidung oder spezielle sogenannte Paludikulturen. Da Moore über Jahrtausende wachsen, ist jeder Verlust kritisch: Wird ein Moor entwässert, zersetzt sich der Torf und das gespeicherte CO2 entweicht in die Luft.

Ein weiterer Stopp der Tour führte zum Tiefenberger Moor. Dort erklärten Experten vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten, wie man Moore wieder vernässt. Das ist eine langfristige Aufgabe, die genau auf jede Fläche abgestimmt sein muss.

Zum Abschluss besuchten die Fachleute die Konstanzer Ach. Dort erläuterte Theresa Buhl vom AELF Kempten, dass Gewässerschutz bereits im gesamten Einzugsgebiet beginnt und nicht erst am Ufer des Großen Alpsees. Durch Renaturierungen soll der Wasserabfluss gebremst und die Wasserqualität verbessert werden.

Die Exkursion machte deutlich, dass Naturschutz, Verwaltung und Landwirtschaft nur als Partner erfolgreich sein können. Passende Fördergelder und ein regelmäßiger Austausch zwischen den Ländern sind dabei der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung.

Quelle: Immenstadt im Allgäu – zur Originalmeldung

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