Ettenheim plant neue Sportplätze und Hallen
In Ettenheim (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) soll die Sportinfrastruktur modernisiert werden. Die Stadt hat deshalb für 2024 einen sogenannten Sportstättenentwicklungsplan in Auftrag gegeben. Am vergangenen Dienstag stellte Wolfgang Schabert vom Fachinstitut IKPS die Ergebnisse im Gemeinderat vor.
Das Ziel ist klar: Die Stadt will wissen, welche Sportanlagen und Bewegungsräume in den nächsten acht bis zehn Jahren wirklich gebraucht werden. Dafür wurden die aktuellen Angebote geprüft, Schulen und Vereine befragt und genau ausgerechnet, wie viele Plätze und Hallen fehlen.
Ein positives Ergebnis vorab: In Ettenheim sind 47 Prozent der Menschen in Sportvereinen organisiert. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt in Baden-Württemberg, wo es nur etwa 38 Prozent sind. Laut Björn Zerr zeigt das, dass die Vereinsarbeit in der Stadt gut funktioniert.
Bei den Sportplätzen gibt es ein Problem mit den Jahreszeiten. Im Sommer gibt es eigentlich genug Platz, im Winter reicht es nicht aus. Die Lösung könnten zwei neue Kunstrasenplätze sein, die von verschiedenen Vereinen gemeinsam genutzt werden.
Noch größer ist der Mangel bei den Sporthallen. Zwar wird bereits eine neue Dreifeldhalle geplant und die Herbert-König-Halle soll saniert werden, aber der Bedarf bleibt trotzdem sehr hoch. Auch die Sanierung der Sportanlage am Mühlenweg ist ein wichtiger Schritt.
Ob und wann alle Empfehlungen aus dem Plan wirklich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Das hängt davon ab, ob die Stadt genug Geld und Personal hat und ob die Politik zustimmt. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen.
Quelle: Ettenheim – zur Originalmeldung