Erfurt sucht Kandidaten für Preis das unerschrockene Wort
Wer hat in Erfurt oder anderswo Mut bewiesen und sich gegen Widerstände für die Gesellschaft eingesetzt? Die Stadt Erfurt (Landeshauptstadt Thüringen) sucht derzeit Vorschläge für den Preis „Das unerschrockene Wort“. Mit dieser Auszeichnung werden alle zwei Jahre Persönlichkeiten geehrt, die Zivilcourage gezeigt haben.
Der Preis erinnert an Martin Luther, der sich 1521 vor Kaiser Karl V. für seine Überzeugungen verantworten musste. In dieser Tradition sollen heute Menschen gewürdigt werden, die bereit sind, für ihre Meinung auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Die vorgeschlagenen Menschen müssen dabei nicht aus Erfurt kommen und müssen nicht einmal aus Deutschland stammen.
Insgesamt vergeben 16 deutsche Lutherstädte den Preis gemeinsam. Dazu gehören neben Erfurt auch Orte wie Wittenberg, Magdeburg, Coburg oder Heidelberg. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Im Jahr 2025 ging die Summe noch an den Berliner Buchhändler Heinz J. Ostermann und den Gedenkstätten-Direktor Jens-Christian Wagner aus Weimar, weil sie sich gegen Rechtsextremismus engagiert hatten.
Jetzt ist die Stadt Erfurt an der Reihe. Die Bürger können ihre Vorschläge inklusive einer Begründung bis zum 31. August 2026 einreichen. Das geht schriftlich an die Stadtverwaltung Erfurt, Dezernat Kultur, Stadtentwicklung und Welterbe, 99111 Erfurt, oder einfach per E-Mail an [email protected].
Nach der Einsendungsfrist entscheidet der Stadtrat, welcher Name offiziell nominiert wird. Der Beigeordnete Lars Bredemeier vertritt Erfurt dann in der Jury. Im November wird final über die Vorschläge aller Mitgliedsstädte beraten. Die eigentliche Preisverleihung findet im Jahr 2027 in Coburg statt.
Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung