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Erfurt: Lesung über das Leben mit Behinderung in der DDR

Der Autor Karsten Krampitz liest aus seinem Roman über eine besondere Wohngemeinschaft in Thüringen. Die Veranstaltung findet am 21. August statt.

Wie sah der Alltag für Menschen mit Behinderung in der DDR aus? Und wie viel Freiheit gab es wirklich? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Lesung in Erfurt (Thüringen). Der Autor Karsten Krampitz präsentiert dort seinen Roman „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“.

Die Geschichte spielt in den späten 1970er-Jahren. Sie basiert auf einer wahren Begebenheit: Matthias Vernaldi gründete damals zusammen mit Freunden eine Kommune in Hartroda. Sie bezogen ein altes, verlassenes Pfarrhaus. Vier der Gründer hatten körperliche Behinderungen und kämpften für ein selbstbestimmtes Leben. Unterstützt wurde das Projekt damals durch Spenden aus Westdeutschland und den rechtlichen Schutz der ostdeutschen Kirche. Vernaldi selbst setzte sich bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in Berlin für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

Die Lesung findet am Freitag, den 21. August 2026, um 17:00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Gemeindehaus Martini-Luther in der Nikolausstraße 8. Der Eintritt ist kostenlos. Das Gebäude ist barrierearm gebaut, sodass auch Menschen im Rollstuhl problemlos teilnehmen können.

Organisiert wird der Abend vom Inklusionsmanagement der Stadtverwaltung Erfurt. Sie arbeiten dabei mit der Buchhandlung Contineo und der Evangelischen Kirchengemeinde Martini-Luther zusammen. Jette Schäfer von der Stadtverwaltung betont, dass der Abend Raum für Gespräche und einen Perspektivwechsel bieten soll.

Interessierte können einfach vorbeikommen und an der Diskussion über Teilhabe und Freiheit teilnehmen.

Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung

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