Emmering: Messfahrzeuge suchen Wärme in der Tiefe
In Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck, Bayern) wird es ab September 2026 etwas rütteliger. Im Rahmen des Forschungsprojekts „GIGA-M“ führen Experten umfangreiche Messungen durch. Dabei geht es um die sogenannte Tiefengeothermie. Die Forscher wollen wissen, wie viel Wärme tief in der Erde steckt, um die Region in Zukunft klimaneutral zu heizen.
Für die Untersuchung kommen spezielle Messfahrzeuge, sogenannte Vibrotrucks, zum Einsatz. Diese fahren über Straßen und Wege und senden kontrollierte Vibrationen in den Boden. Die Schallwellen prallen an den Gesteinsschichten ab und werden von Sensoren aufgezeichnet, die vorher im Gelände verteilt wurden. So entsteht ein genaues Bild der geologischen Strukturen in mehreren Kilometern Tiefe.
Das Projekt wird von der Technischen Universität München (TUM) geleitet. Gemeinsam mit anderen Partnern soll so eine Grundlage für die regionale Wärmewende geschaffen werden. Ziel ist es, fossile Brennstoffe durch die heimische Erdwärme zu ersetzen.
Wer Grundstücke besitzt, auf denen die Messungen stattfinden sollen, wird rechtzeitig informiert. Die Verantwortlichen bitten die Eigentümer in diesen Fällen um die Erlaubnis, die Flächen betreten zu dürfen. Zuvor gab es bereits öffentliche Informationsveranstaltungen, um die Bürger über den Ablauf aufzuklären.
Wer mehr wissen möchte, kann die Webseiten www.giga-m.de oder www.seismik-m-plus.de besuchen.
Quelle: Emmering – zur Originalmeldung