Eisenberg verlängert Sanierung der Altstadt bis 2031
In Eisenberg (Thüringen) wird die Altstadt länger saniert als ursprünglich geplant. Der Stadtrat hat am 23. September 2021 entschieden, dass die Maßnahmen im Sanierungsgebiet nun bis zum 31. Dezember 2031 laufen sollen.
Die Stadt blickt auf eine lange Vorgeschichte zurück. Schon 1990 wurde festgestellt, dass die Altstadt viele Mängel hatte, die man nur gemeinsam aus öffentlichen und privaten Geldern beheben konnte. Seit 1992 wurde viel investiert. Insgesamt flossen rund 17,83 Millionen Euro in die Aufwertung. Der Großteil davon, etwa 13,88 Millionen Euro, kam aus Töpfen vom Bund und vom Land Thüringen. Die Stadt selbst steuerte knapp 4 Millionen Euro bei.
Die Erfolge sind an vielen Stellen sichtbar. Insgesamt wurden 162 Vorhaben umgesetzt. Dazu gehören die Sanierung des Rathauses, des Museums und der Stadthalle sowie die Aufwertung von Plätzen wie dem Markt oder dem Krauseplatz. Auch 36 Straßen und Wege wurden komplett erneuert. Dabei wurden oft direkt die Leitungen unter der Erde mit ausgetauscht.
Auch private Eigentümer haben mitgemacht. Rund 189 Besitzer konnten steuerliche Vorteile nutzen, wenn sie ihre Häuser modernisiert haben. Das brachte weitere 9,72 Millionen Euro an privaten Investitionen in die Stadt. Trotzdem gibt es noch Arbeit: Etwa 70 von den insgesamt 750 Gebäuden gelten noch als unsaniert. Zudem fehlen noch wichtige Projekte bei der Gestaltung von Straßenräumen, etwa am Leipziger Tor oder am Roßplatz.
Für die nächsten Jahre plant die Stadt weitere Investitionen in Höhe von etwa 8,74 Millionen Euro. Davon soll der größte Teil in Straßen, Plätze und Gassen fließen. Da die Stadt jährlich etwa 600.000 Euro investiert, wird die komplette Sanierung wohl noch einige Zeit dauern.
Für die Grundstückseigentümer hat die Verlängerung konkrete Folgen. Einerseits bleiben die steuerlichen Vergünstigungen für Modernisierungen erhalten. Andererseits müssen sie am Ende der Sanierung einen sogenannten Ausgleichsbetrag zahlen. Dieser Betrag gleicht die Wertsteigerung des Bodens aus, die durch die öffentlichen Maßnahmen entstanden ist. Wer nicht bis 2031 warten will, kann sich mit der Stadt auf eine vorzeitige Zahlung einigen, was oft Vorteile bei der Kalkulation oder beim Verkauf bringt.
Die Verwaltung bereitet derzeit die Unterlagen vor, um die gestiegenen Bodenwerte genau zu ermitteln. Die Ermittlungen dazu dauern an.
Quelle: Eisenberg – zur Originalmeldung