Ehrenzeichen für Anna Elisabeth Poppel aus Reisensburg
Anna Elisabeth Poppel hat ihr Leben lang für andere gearbeitet. Für diesen Einsatz hat sie nun das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten. Die Übergabe fand im Landratsamt Günzburg (Bayern) statt. Landrat Hans Reichhart, Oberbürgermeister Michael Jahn und die Landtagsabgeordnete Jenny Schack waren bei der Feier dabei und dankten ihr für ihre Arbeit.
Alles begann im Jahr 1967. Damals war die heute Geehrte erst 17 Jahre alt und trat in die Sportgemeinschaft Reisensburg-Leinheim ein. Seit 1976 arbeitet sie dort als Übungsleiterin. Bis 2026 sind das genau 50 Jahre in dieser Rolle. Sie hat in dieser Zeit Angebote für fast jede Altersgruppe aufgebaut. So gab es Mutter-Kind-Turnen, Gymnastik für Frauen und Senioren sowie Rückengymnastik an der Volkshochschule.
Zusammen mit ihrem verstorbenen Ehemann gründete sie 1977 die Abteilung Breitensport. Viele Dinge im Verein gibt es nur wegen ihr: die erste Kinderturngruppe, den Lauftreff, den Herbstlauf und den Nordic-Walking-Treff. Besonders wichtig ist ihr, dass auch ältere Menschen fit bleiben. Deshalb gründete sie 1989 eine Sportgruppe für Seniorinnen, aus der heute das Angebot „Fit und mobil im Alter – 70+“ entstanden ist. Mit dem Bereich „Sport und Mehr“ organisiert sie zudem Ausflüge und Radtouren, damit die Leute in der Gemeinde zusammenbleiben. Auch im Vorstand der Sportgemeinschaft bringt sie sich ein.
Aber nicht nur der Sport gehörte zu ihrem Leben. Auch in der Pfarrgemeinde St. Sixtus in Reisensburg half sie viele Jahre lang mit. Sie organisierte dort unter anderem den Pfarrausflug, die Bergmesse und die Fuß-Rad-Auto-Wallfahrt.
Die Auszeichnung würdigt eine lebenslange ehrenamtliche Leistung für das Miteinander in der Region.