Düsseldorf: Raub im Hofgarten mit kurioser Wendung
Ein 60-jähriger Mann wurde in einer Nacht im Hofgarten (Düsseldorf) überfallen. Die Täter griffen ihn mit Pfefferspray an und raubten ihm seine Armbanduhr sowie eine Bauchtasche mit seinem Mobiltelefon.
Am folgenden Donnerstagabend versuchte das Opfer, auf seinem eigenen Handy anzurufen. Überraschenderweise nahm einer der Diebe den Anruf an. Der Täter sagte dem Mann, er könne seine Sachen einfach im Hofgarten abholen. Das Opfer rief sofort die Polizei und ging gemeinsam mit den Beamten zum Park, um die Diebe zu stellen.
Vor Ort versuchte der Mann erneut anzurufen, doch diesmal ging niemand mehr ran. Dann kam ein 31-jähriger Passant auf die Polizisten zu. Er hatte die Bauchtasche samt Handy zufällig in einem Gebüsch gefunden. Der Mann berichtete den Beamten zudem, dass er gerade von drei Jugendlichen im Park bedroht und homophob beschimpft worden war. Die Beschreibung passte zu den Verdächtigen des Raubes aus der Nacht zuvor.
Die Polizisten beobachteten daraufhin ein Trio, das immer wieder Leute ansprach und beleidigte. Als die Beamten die Gruppe kontrollieren wollten, rannten die Jugendlichen weg. Die Polizei verfolgte sie und konnte zwei von ihnen, einen 16- und einen 17-Jährigen, festnehmen. Die beiden wehrten sich dabei heftig gegen die Beamten.
Die Jugendlichen müssen sich nun wegen Beleidigung und Widerstand gegen die Polizei verantworten. Ob sie auch für den Raub an dem 60-Jährigen verantwortlich sind, klärt die Polizei derzeit noch. Zudem prüft der Staatsschutz, ob die Beleidigungen gegenüber dem Passanten aus einer queerfeindlichen Motivation heraus passiert sind.
Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.