Dietenheim verbietet Treffen der Autotuning-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Autotuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer Allgemeinverfügung werden Treffen dieser Gruppierungen im gesamten Stadtgebiet, inklusive aller Stadtteile, verboten. Das Verbot gilt sowohl für öffentliche Plätze als auch für privates Gelände.
Die Stadt definiert die Zielgruppe genau: Zur Tuning-Szene gehören Fahrer, deren Autos an Karosserie, Motor, Auspuff oder Fahrwerk verändert wurden. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Wagen verkehrswidrig zur Selbstdarstellung nutzen. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wenn Fahrer der Aufforderung, den Ort zu verlassen, nicht innerhalb von zehn Minuten nachkommen oder erneut gegen das Verbot verstoßen, werden die Autos abgeschleppt. Die Kosten dafür liegen bei mindestens 350 Euro, zzgl. der Gebühren für die Verwahrung.
Besonders deutlich wird die Maßnahme bei der Beschlagnahmung: Die abgeschleppten Fahrzeuge werden offiziell beschlagnahmt. Die Besitzer bekommen ihre Autos erst zurück, wenn die Kosten bezahlt sind und die Technik des Wagens für den Straßenverkehr wieder sicher ist.
Die Stadt nutzt dieses Instrument bereits mehrfach, unter anderem gab es entsprechende Verbote im Oktober und Dezember 2025 sowie im April und Juli 2026. Damit will die Ortspolizeibehörde Lärm und Gefahren durch illegale Autotreffen unterbinden.
Ob und inwieweit die Maßnahmen dauerhaft zu einem Rückgang der Treffen führen, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung