Dietenheim verbietet Treffen der Autoposer-Szene
Wer gerne mit lautem Auspuff und getunten Autos Aufmerksamkeit erregt, hat es in Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) künftig schwerer. Die Stadt hat als Ortspolizeibehörde ein klares Verbot für Treffen der sogenannten Autotuning- und Autoposer-Szene ausgesprochen. Das Verbot gilt für das gesamte Stadtgebiet inklusive aller Stadtteile und betrifft sowohl öffentliche Plätze als auch private Grundstücke.
Die Stadt definiert die Zielgruppe genau: Zur Tuning-Szene zählen Fahrer, deren Autos an der Karosserie, dem Fahrwerk, dem Motor oder dem Auspuff verändert wurden. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Wagen verkehrswidrig zur Selbstdarstellung präsentieren. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Die Stadt lässt hier keine Spielräume und droht bei Verstößen mit harten Konsequenzen. Wer die Aufforderung zum Auflösen nicht innerhalb von zehn Minuten befolgt oder erneut gegen das Verbot verstößt, muss mit dem Abschleppwagen rechnen. Das Auto wird dann beschlagnahmt. Die Kosten für das Abschleppen liegen bei mindestens 350 Euro, zzgl. der Gebühren für die Verwahrung.
Die Fahrzeuge werden nicht sofort wieder herausgegeben. In der Regel ist dies frühestens am darauffolgenden Montag möglich. Voraussetzung ist, dass die Besitzer alle Kosten bezahlt haben und das Auto technisch in einem Zustand ist, der die Teilnahme am Straßenverkehr erlaubt.
Die Stadt hat bereits mehrere solcher Verbote für spezifische Zeiträume ausgesprochen, unter anderem für das Wochenende vom 27. bis 28. Dezember 2025 sowie für Zeiträume im April und Juli 2026. Damit will die Verwaltung gezielt auf bekannte Treffpunkte und Termine reagieren, an denen es häufig zu Lärmbelästigungen kommt.
Ob die Maßnahmen die Szene dauerhaft abschrecken oder ob die Fahrer auf andere Orte ausweichen, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen und Kontrollen im Stadtgebiet dauern an.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung