Dahme-Spreewald stärkt europäische Kontakte in Weimar
Große politische Ideen aus Europa landen oft nur auf dem Papier. Damit das nicht passiert, hat der Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) am 29. August 2026 in Weimar an einem besonderen Treffen teilgenommen. Beim sogenannten II. Runden Tisch des Weimarer Dreiecks ging es darum, wie Deutschland, Frankreich und Polen auf lokaler Ebene besser zusammenarbeiten können.
Landrat Sven Herzberger vertrat dort die Regionen und Gemeinden. Er machte deutlich, dass echte Zusammenarbeit nicht nur in den Hauptstädten stattfindet, sondern dort, wo die Menschen wohnen. In seinem Landkreis funktioniert das bereits seit vielen Jahren. Besonders eng ist die Verbindung zum polnischen Powiat Wolsztyński, mit dem man seit 25 Jahren Partner ist. Dabei geht es um ganz praktische Dinge: Die Feuerwehr, das Gesundheitswesen, Sport und die Arbeit mit Jugendlichen oder Senioren tauschen sich aus.
Später kam noch die französische Gemeinde Cabestany hinzu. Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das Projekt „Forest Yourself“. Dabei reisten Jugendliche aus allen drei Ländern von der Lieberoser Heide über Frankreich bis nach Polen, um gemeinsam über Klimaschutz und Umwelt zu sprechen.
Auch andere Projekte wurden in Weimar vorgestellt. Paulina Kleiner vom Landkreis präsentierte das Mädchenprojekt „Girls without Borders“, bei dem es um Gleichstellung und internationale Begegnungen geht. Zudem wurde die Kulturveranstaltung „Ode an die Freude“ im Schloss Neuhaus als gelungenes Beispiel gelobt.
Am Ende des Treffens unterschrieben 100 Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung, um die Verantwortung für Europas Zukunft zu übernehmen. Unter den Gästen waren unter anderem Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt.
Jetzt will der Landkreis den Schwung mitnehmen und ein eigenes Event starten: Am 14. Oktober 2026 findet in Lübben (Spreewald) der erste Weimarer Dreieck-Tag des Landes Brandenburg statt. Gemeinsam mit dem Europaverein Dahme-Spreewald lädt der Landkreis Politik, Wirtschaft und die Öffentlichkeit ein. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Präsidentin des Landtages Brandenburg, Prof. Dr. Ulrike Liedtke. Ziel ist es, dass dieser Tag ein dauerhaftes Format wird, das später auch andere Landkreise in Brandenburg übernehmen können.