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Chemnitz: 19-Jähriger wirft Koffer auf Fahrräder

Ein junger Mann sorgte am Hauptbahnhof in Chemnitz für Aufsehen. Er griff Fahrräder an und wehrte sich anschließend gegen die Polizei.

Es war kurz nach zwei Uhr nachts am 30. August 2026, als Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof in Chemnitz (Sachsen) einen 19-Jährigen bemerkten. Der junge Deutsche stand direkt vor dem Polizeirevier und warf einen leeren Hartschalenkoffer auf dort abgestellte Fahrräder.

Eine Streife ging sofort in die Haupthalle, um den Mann anzusprechen. Die Polizisten wollten seine Identität prüfen, da sie ihn der Sachbeschädigung verdächtigten. Doch der Jugendliche ignorierte die Aufforderung, seinen Ausweis zu zeigen, mehrfach. Auch als die Beamten ihn baten, zur weiteren Bearbeitung mit ins Revier zu kommen, weigerte er sich beharrlich.

Dann eskalierte die Situation. Als die Polizisten den 19-Jährigen mit Gewalt ins Revier bringen wollten, wehrte er sich heftig. Er versuchte, sich aus dem Griff der Beamten zu reißen, trat und schlug wild um sich. Die Polizisten mussten den jungen Mann schließlich fesseln, um ihn in die Dienststelle zu bringen. Bei dem Handgemenge verletzten sich beide Beamten leicht, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.

Erst bei der Durchsuchung fanden die Polizisten seinen gültigen Personalausweis in seiner Tasche. Ein freiwilliger Atemalkoholtest zeigte, dass der Mann mit 0,88 Promille betrunken war. Ein Test auf Drogen verlief hingegen negativ. Die Beamten stellten fest, dass der Jugendliche bereits öfter mit der Polizei Probleme hatte.

Die Bundespolizei erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, wurde der 19-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Chemnitz – zur Originalmeldung

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