Chemnitz: Gruppe fälscht Deutschlandtickets mit KI
Die Gruppe reiste von Leipzig nach Chemnitz (Sachsen). Während der Fahrt zeigten die Fahrgäste ihre Deutschlandtickets vor. Auf den ersten Blick sah alles korrekt aus, denn die Namen auf den Tickets passten zu den Menschen.
Doch die Zugbegleiter bemerkten einen Fehler. Als sie die QR-Codes mit ihren Geräten scannten, tauchten plötzlich ganz andere Namen auf dem Display auf. Die Beamten merkten sofort, dass hier etwas nicht stimmte.
Am Hauptbahnhof Chemnitz zog die Bundespolizei eine Streife hinzu. Die Polizisten prüften die Personalien der Gruppe und bestätigten den Betrug. Auf Nachfrage gaben die Beteiligten zu, dass sie die Tickets manipuliert hatten. Dabei halfen sie sich mit dem KI-Programm Chat GPT.
Insgesamt fünf ukrainische Staatsangehörige waren in die Sache verwickelt. Es waren drei Jugendliche im Alter von 14, 16 und 17 Jahren sowie zwei Erwachsene, 43 und 63 Jahre alt. Gegen alle fünf wurde Strafanzeige wegen Betrugs geschrieben.
Die Gruppe musste die ausstehenden Fahrpreise nachzahlen. Danach konnten sie wieder gehen. Die Bundespolizeiinspektion Chemnitz hat die Ermittlungen aufgenommen. Ob und inwieweit sich die Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Chemnitz – zur Originalmeldung