Bunte Steine gegen Corona-Tristesse in Bärweiler
In Bärweiler (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz) gibt es eine besondere Entdeckungstour. Marie Bender, Emilia Blasius und Maximilian Blasius haben Steine bunt bemalt und sie im Ort verteilt. Man findet die kleinen Kunstwerke auf Mauern, an Feldwegen, in der Vördergasse oder am Friedhof.
Die Idee dahinter war einfach: In der Zeit der Corona-Pandemie wollte die Gruppe die Welt ein bisschen bunter machen. Für die Jugendlichen war das Malen ein guter Zeitvertreib, während sie keine Schule hatten. Für die Eltern, Udo Blasius und Corinna Bender, war es ein Ausgleich zur Kurzarbeit.
Die Jugendlichen haben die Steine bei langen Spaziergängen im Wald und auf den Feldern gesammelt. Dabei entdeckten sie viele verschiedene Sorten, wie Sandstein, Granit oder Basalt. Zu Hause im Garten in der Vördergasse richteten sie sich ein Atelier mit Baumhaus ein. Dort nutzten sie Acrylfarben, Filzstifte und Schablonen, um Motive wie Füchse oder Sonnen zu malen.
Auf den Steinen stehen auch Sprüche, wie zum Beispiel „I Love Bärweiler“ oder „Das Leben ist kein Wunschkonzert, aber manchmal spielt es dein Lieblingslied“. Laut der 14-jährigen Marie Bender, die das Gymnasium in Bad Sobernheim besucht, freuen sich viele Passanten über die Überraschungen am Wegrand.
Die Aktion passt in das Bild des Ortes, der ohnehin für seine Geschichte bekannt ist. So gibt es in Bärweiler einen Informationspfad, auf dem das Steinmännchen „Langensteini“ Geschichten über die Dorfgeschichte erzählt, etwa über die Schmiede in der Hauptstraße 19 oder das alte Pfarrhaus.
Quelle: Bärweiler – zur Originalmeldung