Bärweiler plant Windräder auf dem Schwarzenberg
In Bärweiler (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz) wird über die Zukunft des Schwarzenbergs diskutiert. Dort soll eine rund 20 Hektar große Fläche für Windkraftanlagen genutzt werden. Der Ortsbürgermeister Helmut Schmell informierte den Gemeinderat und die Bürger darüber, dass das Interesse an dem Gelände sehr groß ist.
Schon im November gab es eine Informationsveranstaltung mit der Firma Notus Energy. Seitdem waren Vertreter der Firma am 24. Januar und am 21. Februar vor Ort. Sie sprachen über mögliche Verträge, die Standflächen für die Windräder und wie die Zufahrtswege verlaufen könnten. Zwar hatte die Firma wegen Personalwechseln eine Pause eingelegt, doch ein neuer Projektleiter hat sich nun letzten Montag in Bärweiler vorgestellt.
Bisher gibt es jedoch noch keine unterschriebenen Verträge. Der Bürgermeister bekommt fast täglich Anrufe von Interessenten, unter anderem vom Energieversorger Vattenfall. Ob Bärweiler mit Notus Energy zusammenarbeitet und mindestens ein Windrad baut, steht noch nicht fest. Ein Problem bei der Planung ist das Wasserschutzgebiet. Zudem wird erwartet, dass die Abstände zu Wohnhäusern durch neue Regeln der Landesregierung in Mainz verkürzt werden, was den Bau einfacher machen würde.
Bürgermeister Schmell betonte, dass das Gemeinwohl wichtiger ist als der Eigennutz Einzelner. Die Gemeinde will an dem Projekt teilhaben. Eine reine Verhinderungstaktik, wie sie 2016 wegen eines Schwarzstorchs versucht wurde, sei kaum noch machbar.
Neben der Windkraft gab es im Gemeinderat weitere Themen. Der Jahresabschluss 2020 wurde ohne Beanstandungen angenommen. Die Gemeinde hat ein Eigenkapital von 594.000 Euro, allerdings stehen Kassenkredite in Höhe von 168.000 Euro bei der Verbandsgemeinde.
Zudem berichtete Schmell über erledigte Arbeiten im Ort: Hecken wurden geschnitten, Bordsteine saniert und die Spielplatzschaukel repariert. Ein neuer Laubbläser wurde gekauft und beim Hochbehälter wurden Obstbäume gepflanzt. Die Sparkasse Rhein-Nahe spendete 250 Euro für ein Spielgerät. Für Brückensanierungen an der L 376 sind in diesem Jahr und 2023 jeweils 20.000 Euro im Budget eingeplant.
Quelle: Bärweiler – zur Originalmeldung