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Brandenburg an der Havel erinnert an Loriot

Copyright und Urheber siehe Brandenburg an der Havel

Vor 15 Jahren starb der Humorist Vicco von Bülow. Seine Geburtsstadt würdigt nun das Erbe des Mannes, der Deutschland das Lachen über sich selbst lehrte.

Am 22. August 2026 jährt sich der Todestag von Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, zum 15. Mal. Der Künstler starb vor genau 15 Jahren im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See. Bis heute prägen seine Sketche und Sprüche wie „Früher war mehr Lametta“ den Alltag vieler Menschen.

Loriot war ein echter Brandenburger (Brandenburg). Er wurde dort am 12. November 1923 geboren und kurz darauf, am 30. Dezember, in der St.-Gotthardt-Kirche getauft. Seinen Künstlernamen leitete er vom Pirol ab, einem Vogel, der im Wappen seiner Familie zu finden ist. Später studierte er in Hamburg Malerei und Grafik und wurde zu einem der wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete als Zeichner, Regisseur, Schauspieler und Professor.

Zu seiner Heimatstadt blieb er immer verbunden. Im Jahr 1993 ernannte ihn Brandenburg an der Havel zum Ehrenbürger. Im selben Jahr gründete er die Vicco-von-Bülow-Stiftung. Diese hilft bis heute Kindern aus sozial schwachen Familien beim Musikunterricht und unterstützt kulturelle Projekte.

Wer heute durch die Stadt läuft, begegnet Loriot an vielen Stellen. Die städtische Musikschule trägt seinen Namen. In der Nähe der Johanniskirche steht ein Denkmal für ihn. Besonders beliebt sind die kleinen bronzenen Waldmöpse und die hölzernen Knollnasenmännchen, zum Beispiel auf dem Altstädtischen Markt, die oft als Fotomotiv dienen.

Interessierte können die Stadt auch im Rahmen spezieller Führungen erkunden. Es gibt „Mops-Führungen“ oder Touren auf den Spuren von Vicco von Bülow. Diese führen unter anderem zur Taufkapelle in der St. Gotthardtkirche. Diese wurde anlässlich seines 85. Geburtstages durch Spenden aus der Bevölkerung restauriert.

Quelle: Brandenburg an der Havel – zur Originalmeldung

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