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Borkener See: Neue Liegen und strengerer Naturschutz

Copyright und Urheber siehe Borken

Am Borkener See gibt es jetzt neue Entspannungsbereiche, aber auch strengere Regeln. Die Stadt will die Natur schützen und die Besucher besser lenken.

Der Borkener See (Hessen) ist ein besonderes Gebiet. Er entstand früher aus einem Braunkohletagebau und ist heute ein riesiges Naturschutzgebiet auf rund 350 Hektar. Damit die seltenen Tiere und Pflanzen dort überleben können, setzt die Stadt Borken jetzt gemeinsam mit HessenForst auf eine bessere Besucherlenkung.

Das bedeutet konkret: Die Menschen sollen auf den offiziellen Wegen bleiben. Wer Abkürzungen nimmt, stört oft brütende Vögel oder zertrampelt seltene Pflanzen. Um das zu verhindern, pflanzt die Stadt jetzt heimische Hecken und Sträucher als natürliche Grenzen. Außerdem kommen Kameras zum Einsatz. Diese filmen aber nur die gesperrten Flächen abseits der Wege, um die Tiere zu beobachten, nicht die Besucher.

Damit der Ausflug trotzdem Spaß macht, wurden die Aufenthaltsbereiche schöner gemacht. Ein Beispiel ist der „BUGA-Platz“. Dort wurde die alte Schutzhütte teilweise abgerissen, weil die Zäune drumherum unschön wirkten. Jetzt ist alles offener gestaltet. Die Stadt hat dort für rund 4.000 Euro neue Wellenliegen aus Douglasienholz aufgestellt, auf denen man entspannen und die Natur beobachten kann. In Zukunft sollen auf der Nassenerfurther Seite des Sees noch mehr Sitzplätze und eine Baumelbank dazukommen.

Ein Problem ist der Müll. Bisher wurden die Mülleimer am See oft missbraucht, indem Leute ihren Hausmüll oder Sperrmüll dort entsorgten. Deshalb hat die Stadt die Eimer erst einmal komplett entfernt. Wer jetzt den See besucht, muss seinen Abfall wieder mit nach Hause nehmen. Die Stadt sucht derzeit nach einer besseren Lösung für die Entsorgung.

Im Herbst folgen dann neue Informationstafeln. Diese sollen den Besuchern erklären, warum der Schutz des Sees so wichtig ist und welche Regeln gelten. Bürgermeister Marcèl Pritsch betont, dass der See ein Naturjuwel sei, das man gemeinsam bewahren müsse.

Quelle: Borken – zur Originalmeldung

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