Borken: Bergbaumuseum wird Museum des Monats
Das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum in Borken (Hessen) hat einen Preis gewonnen. Kulturstaatssekretär Christoph Degen ernannte das Haus zum „Museum des Monats“. Bei der Übergabe waren Bürgermeister Marcèl Pritsch, Politiker der Stadt, Leute vom Stiftungsvorstand und dem Förderkreis dabei. Auch Vertreter vom Bergmannsverein und dem Geopark GrenzWelten kamen zur Feier.
Dieses Jahr ging es bei der Auszeichnung um das Motto „Museum als Dritter Ort“. Damit ist gemeint, dass Museen nicht nur Ausstellungsräume sind, sondern Orte, an denen Menschen zusammenkommen und gemeinsam lernen. Das Museum in Borken passt genau dazu, weil es die Geschichte des Bergbaus mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel verknüpft.
Besucher können dort in sieben Abteilungen sehen, wie früher Braunkohle abgebaut und Strom erzeugt wurde. Es gibt einen eigenen Besucherstollen und eine Ausstellung in einem alten Fachwerkhaus. Im Themenpark „Kohle & Energie“ stehen riesige Maschinen, wie Schaufelradbagger und Turbinen. Ein besonders bewegendes Stück ist der Rettungsfahrkorb aus dem Grubenunglück von Stolzenbach von 1988, mit dem damals sechs Menschen gerettet wurden.
Staatssekretär Degen lobte vor allem, dass das Museum Kinder und Jugendliche anspricht. Mit dem „offenen Klassenzimmer“ wird die Industriegeschichte dort greifbar gemacht. Bürgermeister Pritsch sieht in dem Preis eine Anerkennung für die harte Arbeit des gesamten Teams.
Die Auszeichnung wird durch eine Jury aus dem Ministerium und dem Museumsverband Hessen vergeben. Die Experten prüfen die Bewerbungen und entscheiden dann, wer den Titel und das Geld bekommt.
Quelle: Borken – zur Originalmeldung