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Böhmenkirch lockt mit vielfältigen Ausflugszielen

Straußenfarm Copyright und Urheber siehe Böhmenkirch

Von historischen Burgen über tiefe Höhlen bis hin zu einer Straußenfarm: Die Gemeinde Böhmenkirch bietet zahlreiche Ziele für Wanderer und Familien.

Wer die Gegend um Böhmenkirch (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg) besucht, findet eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Wäldern und freien Höhen. Besonders bekannt ist die Burg Ravenstein. Sie wurde wohl um 1090 erbaut und gehört zu den ältesten Höhenburgen in der Region. Wer dort spazieren geht, sieht noch heute die tiefen, in den Fels gehauenen Gräben, die früher Angreifer abhalten sollten.

Auch für Abenteurer gibt es viel zu sehen. Das Mordloch ist mit einer Länge von 4.320 Metern die zweitlängste Höhle der Schwäbischen Alb. Sie ist ein Labyrinth aus Gängen und Seen. Eine Sage erzählt, dass dort früher ein ermordeter Förster versteckt wurde. Im Jahr 1977 kam es dort zu einem spektakulären Einsatz, als vier Sporttaucher durch Hochwasser für 57 Stunden eingeschlossen waren.

Familien können die Obere Roggenmühle besuchen. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1100 und liegt idyllisch im Roggental. Dort gibt es eine Gastwirtschaft mit schwäbischen Spezialitäten und Forellen. In der Nähe liegt zudem die Straußenfarm Lindenhof, die ihre Produkte wie Fleisch, Eier und Leder direkt im Hofladen verkauft.

Für Geschichtsinteressierte gibt es weitere Orte. Die Galgenlinde an der B 466 diente früher als Gerichtsbaum, an dem Todesurteile vollstreckt wurden. Die Patrizkapelle wurde 1733 erbaut, um die Viehbestände vor Seuchen zu schützen. In den Heidhöfen steht zudem die Kolomankapelle, die im Jahr 2007 von den Bewohnern selbst neu gebaut wurde.

Wer Technik und Natur verbinden möchte, kann den Schnittlinger Berg besuchen. Dort stehen ein 130 Meter hoher Fernmeldeturm und eine Wetterstation, die bereits 1936 als Luftwaffe-Station begann. Direkt daneben bietet der Wind & Wetter Erlebnispark einen interaktiven Parcours zu den Themen Energie und Wetter.

Naturliebhaber finden in den Hülben der Rauhen Wiesen besondere Pflanzen und Tiere. Zudem ist das Magental bei Steinenkirch wieder geöffnet. Es ist ein Naturschutzgebiet und bietet Wanderwege vom Alpenvereinshaus bis zur Steinenkircher Steige.

In der Gemeinde selbst ist die neugotische Pfarrkirche St. Vitus eine Sehenswürdigkeit. Sie wurde ab 1865 nach einem Dorfbrand errichtet. Jedes Jahr im Juni wird dort das Veitsfest mit einem Gottesdienst und einer Prozession gefeiert.

Quelle: Böhmenkirch – zur Originalmeldung

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