Ausflugsziele in Böhmenkirch: Von Burgruinen bis Straußenfarm
Wer die Gemeinde Böhmenkirch (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg) besucht, findet eine Vielzahl an Zielen für einen Ausflug. Besonders bekannt ist die Burg Ravenstein. Sie wurde wohl um 1090 erbaut und gehört zu den ältesten Höhenburgen in der Region. Wer dort spazieren geht, sieht noch heute die tiefen Gräben, die früher Angreifer aufhalten sollten.
Für Familien bietet sich die Obere Roggenmühle im Roggental an. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1100 und wurde damals gebaut, um die Wasserkraft der Eyb zu nutzen. Heute gibt es dort eine Gastwirtschaft mit schwäbischen Gerichten und Forellen. In der Nähe liegt das Mordloch. Es ist mit einer Länge von 4.320 Metern die zweitlängste Höhle der Schwäbischen Alb. Die Höhle ist ein Labyrinth aus Gängen und Seen. Im Februar 1977 mussten dort vier Sporttaucher in einer großen Rettungsaktion nach 57 Stunden befreit werden.
Wer es moderner mag, kann den Wind & Wetter Erlebnispark besuchen. Dort gibt es einen interaktiven Parcours zu den Themen Energie und Wetter. Auf dem Schnittlinger Berg stehen zudem eine Wetterstation und ein 130 Meter hoher Fernmeldeturm, der als Wahrzeichen der Gegend dient.
Auch ungewöhnliche Ziele gibt es in der Gemeinde. In der Straußenfarm Lindenhof werden Jungtiere in Offenstallhaltung aufgezogen. Im Hofladen können Besucher Fleisch, Eier, Leder oder Federn direkt kaufen. Für Wanderer ist das Magental bei Steinenkirch interessant, das als Naturschutzgebiet gilt und wieder geöffnet ist.
Historisch interessant ist zudem die Galgenlinde an der B 466. Früher war dieser Baum ein Ort für Gerichtsurteile und Hinrichtungen. In der Nähe finden sich zudem die Patrizkapelle aus dem Jahr 1733 sowie die neugotische St.-Vitus-Kirche, die nach einem Dorfbrand ab 1865 neu gebaut wurde.