Bischof Heinrich Timmerevers tritt von seinem Amt zurück
Bischof Heinrich Timmerevers hat am 2. September 2026 seinen Rücktritt bekanntgegeben. Er leitete das Bistum Dresden-Meißen (Sachsen) und war zudem Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. Damit war er über viele Jahre eine wichtige Figur in der sächsischen Bildungspolitik.
Besonders beim Religionsunterricht hat der Bischof Spuren hinterlassen. Er setzte sich für eine Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen ein und trieb den hybriden Unterricht über das Portal 'KathReliOnline' voran. Zudem half er mit seinem Fachwissen dabei, die Verwaltungsvorschriften für den Religions- und Ethikunterricht zu aktualisieren. Ziel war es, das Wertefundament für Kinder und Jugendliche zu stärken.
Neben dem Unterricht prägt das Bistum die Bildungslandschaft in Sachsen mit vielen eigenen Einrichtungen. Dazu gehören Grundschulen, Gymnasien, Förderschulen sowie berufsbildende Schulen und Pflegefachschulen.
Kultusminister Conrad Clemens bezeichnete den Bischof als verlässlichen Partner. Erst vor wenigen Tagen hatten beide gemeinsam das 30-jährige Bestehen des Staatskirchenvertrags zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Heiligen Stuhl gefeiert. Clemens betonte, dass Timmerevers die Zusammenarbeit von Kirche und Staat in seinen zehn Dienstjahren in Sachsen aktiv gestaltet habe. Diese Partnerschaft wolle man auch in Zukunft fortführen.