Bielefeld: Sattelzug kracht in Baustellen-Lkw
Es war kurz vor sechs Uhr morgens am Donnerstag, als es auf der BAB 30 in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) krachte. Ein 56-jähriger Fahrer aus Polen steuerte seinen Scania-Sattelzug in Fahrtrichtung Osnabrück. Sein Lkw war schwer beladen: 20 Tonnen Zwiebeln befanden sich auf der Ladefläche.
Kurz vor der Unfallstelle, zwischen den Ausfahrten Bad Oeynhausen Nord und Gohfeld, war am Vorabend eine Baustelle eingerichtet worden. Dort wurden Brückenarbeiten durchgeführt. Um die Arbeiter zu schützen, hatte man einen Mercedes-Lkw mit großen Warntafeln auf dem rechten Fahrstreifen abgestellt.
Aus ungeklärten Gründen stieß der Sattelzug gegen den abgestellten Mercedes. Der Aufprall war heftig. Die Polizei schätzt den Schaden an den beiden Fahrzeugen und den zerstörten Leitplankenelementen auf insgesamt 250.000 Euro. Der polnische Fahrer und sein Beifahrer blieben glücklicherweise unverletzt.
Während die Beamten den Unfall aufnahmen, meldete sich ein Zeuge. Dieser hatte den Vorgang mit einer Dash-Cam in seinem Auto gefilmt. Die Aufnahmen zeigen den Sattelzug kurz vor dem Crash. Die Polizei vermutet nun, dass der 56-Jährige am Steuer eingeschlafen sein könnte.
Durch den Unfall kam es zu massiven Behinderungen. Der Stau zog sich bis zur Anschlussstelle Bad Oeynhausen Nord zurück. Gegen 09:40 Uhr konnten die Polizisten den rechten Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigeben. Der linke Fahrstreifen blieb jedoch für die Bergungsarbeiten noch länger gesperrt.
Ob und inwieweit sich der Fahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.