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Besuch der Landesbeauftragten im Queer-Café Arnsberg

Petra Ladenburger hat die Jugendlichen im Queer-Café in Arnsberg besucht. Sie wollte wissen, wie es ist, im ländlichen Raum als queerer Mensch aufzuwachsen.

Die Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte von Nordrhein-Westfalen, Petra Ladenburger, war zu Gast im Queer-Café in Arnsberg (Hochsauerlandkreis). Der Besuch war Teil ihrer ersten Sommertour. Dabei ging es ihr vor allem darum, mit jungen Menschen zu sprechen, die in der Gesellschaft oft übersehen werden.

Knapp zwei Stunden lang hörte die Beauftragte den Jugendlichen zu. Sie fragte sie direkt, welche Probleme sie im Alltag haben und was ihnen fehlt. Die Jugendlichen berichteten von Mobbing in der Schule. Außerdem fehlten es an Therapieplätzen, die Wartezeiten seien viel zu lang. Viele hatten zudem das Gefühl, dass Ärzte zu wenig über geschlechtliche Vielfalt wissen.

Positiv bewerteten die Jugendlichen das Queer-Café selbst. Für sie ist es wichtig, andere zu treffen, die ähnliche Erfahrungen machen. Auch Petra Ladenburger lobte das Angebot. Solche sicheren Räume seien gerade in Regionen mit kleineren Gemeinschaften extrem wertvoll. Sie nahm die Eindrücke aus Arnsberg als Impulse für ihre weitere Arbeit mit.

Das Queer-Café wird vom Familienbüro der Stadt betrieben und gibt es seit dreieinhalb Jahren. Seit dem Start im Februar 2022 ist es das erste Angebot dieser Art im gesamten Hochsauerlandkreis. Tina Roth vom Familienbüro freute sich über die Aufmerksamkeit, da die Arbeit so sichtbarer wird.

Das Café findet zwei Mal im Monat immer freitags statt. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren können vorbeikommen. Das Treffen ist in der „Haltestelle“ des Familienbüros in der Goethestraße 16–18 in Arnsberg-Neheim.

Quelle: Arnsberg – zur Originalmeldung

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