Berlin will Technik-Förderung mit neuem Modell steuern
Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) will künftig genauer prüfen, wie die Stadt bei modernen Technologien vorankommt. Die Technologiestiftung Berlin hat dafür ein sogenanntes Reifegradmodell entwickelt. Das ist im Grunde ein Prüfwerkzeug, mit dem die Politik und die Verwaltung sehen können, wo es hakt und wo Hilfe nötig ist.
Das Modell schaut sich drei Dinge genau an: Welche Technik wird entwickelt, wer arbeitet daran und welche Rahmenbedingungen gibt es? Dazu gehören zum Beispiel die Gesetze, die verfügbaren Fachkräfte, die Infrastruktur und das Geld, das zur Verfügung steht.
Der Grund für diesen neuen Ansatz ist einfach: Ein Bereich, der schon gut funktioniert, wie die Mikroelektronik oder die Photonik, braucht eine andere Unterstützung als ein Feld, das gerade erst entsteht, wie die Künstliche Intelligenz. Mit dem neuen Modell kann die Stadt nun entscheiden, ob sie eher neue Gründerzentren fördern, die Technik-Netzwerke stärken oder die Infrastruktur ausbauen muss.
Zuerst konzentriert sich Berlin auf vier große Bereiche: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Photonik und Mikroelektronik. Diese Felder gelten als besonders wichtig für die Zukunft der Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Die Studie wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert. Die Ergebnisse und das Modell können nun kostenlos heruntergeladen werden. Das Werkzeug wurde zwar für Berlin entwickelt, könnte aber theoretisch auch in anderen Regionen genutzt werden.