Berlin und Brandenburg lockern Lkw-Fahrverbot wegen Niedrigwasser
In den Wasserstraßen ist momentan zu wenig Wasser. Das sorgt für Probleme in der Binnenschifffahrt, weil viele Güter nicht mehr zuverlässig per Schiff transportiert werden können. Damit die Wirtschaft nicht stillsteht und die Lieferketten gesichert bleiben, haben Berlin (Hauptstadt Deutschlands) und Brandenburg eine Lösung gefunden.
Ab sofort dürfen Lkw, die normalerweise Waren auf dem Wasserweg transportieren, auch an Sonn- und Feiertagen auf die Straße. Diese Ausnahme gilt bis einschließlich 31. August 2026. Außerdem wird das Samstagsfahrverbot, das normalerweise wegen der Ferienreiseverordnung gilt, für diese Transporte ausgesetzt. Das gilt auch für notwendige Leerfahrten.
Die Regelung betrifft Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhängern. Wer jedoch Großraum- oder Schwertransporte fährt, ist von dieser Erleichterung ausgeschlossen. Die Ausnahme gilt nur für Güter, die wegen des Niedrigwassers nicht mehr per Schiff bewegt werden können.
Für alle anderen Lkw bleibt das normale Fahrverbot bestehen. Die Politik in Berlin und Brandenburg beobachtet die Lage weiter und spricht sich dazu eng mit dem Bund und anderen Bundesländern ab.