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Berlin trauert um Schauspieler Michael Degen

Die Stadt Berlin verliert einen ihrer bekanntesten Künstler. Der Schauspieler Michael Degen ist gestorben.

Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) verabschiedet sich von Michael Degen. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey reagierte mit Betroffenheit auf die Nachricht vom Tod des Künstlers. Erst im Januar hatte sie ihm noch zu seinem 90. Geburtstag gratuliert.

Degen war eine prägende Figur in der Berliner Theater- und Fernsehlandschaft. Doch sein Leben war mehr als nur eine Karriere auf der Bühne. Der 1932 in Chemnitz geborene Mann wuchs in Berlin auf und erlebte am eigenen Leib die Schrecken des Nationalsozialismus. Seine Familiengeschichte war geprägt von Flucht, Verschleppung und der Zeit in einem Konzentrationslager.

Nur durch die Hilfe von Freunden, die ihn in einer Laubenkolonie versteckten, überlebte er diese Zeit. Nach dem Krieg folgte er seinem Traum und besuchte die Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin. Bevor er endgültig in der Hauptstadt Fuß fasste, arbeitete er zwei Jahre lang im jungen Staat Israel. Schließlich kehrte er zurück, um in seiner Muttersprache Deutsch auf den Berliner Bühnen zu spielen.

Neben seinen Rollen als Schauspieler war Degen ein wichtiger Zeitzeuge. Er schrieb seine Erlebnisse aus der Zeit der Verfolgung und des Terrors auf, damit auch spätere Generationen davon erfahren konnten. Die Stadt Berlin verliert mit ihm eine sympathische Persönlichkeit und eine Stimme der Geschichte.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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