Berlin: Polizei schießt auf Brandstifter in Köpenick
In der Nacht zum Sonntag kam es in Berlin-Köpenick (Bezirk Treptow-Köpenick) zu einem gefährlichen Einsatz. Gegen 0:30 Uhr rief ein Bewohner der Wendenschloßstraße die Rettungskräfte. In seine Wohnung zog dicker, schwarzer Rauch aus dem Hausflur.
Als die Polizisten am Gebäude ankamen, trafen sie auf einen 38-Jährigen. Der Mann entleerte gerade einen Feuerlöscher. Dann griff er plötzlich zu einem Beil und stürmte bedrohlich auf die Beamten zu. Um den Angriff zu stoppen, schossen die Polizisten mit ihren Dienstwaffen auf den Mann. Der Verdächtige wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehr konnte den Brand im Gebäude löschen. Zwölf Menschen wurden vor Ort untersucht, weil sie Rauchgas eingeatmet hatten. Zehn Menschen waren glücklicherweise unverletzt. Zwei Männer, 44 und 85 Jahre alt, mussten jedoch zur Behandlung in eine Klinik.
Das Haus ist durch das Feuer so stark beschädigt, dass die Bewohner evakuiert wurden. Das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.
Da Schüsse gefallen sind, hat eine Mordkommission im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen zum Angriff und zum Waffengebrauch übernommen. Gleichzeitig sucht ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts nach der Ursache für das Feuer. Es besteht der Verdacht einer besonders schweren Brandstiftung.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.