Berlin plant riesigen Campus für Gastro-Fachkräfte
Berlin will das Problem mit den fehlenden Fachkräften in der Gastronomie und Hotellerie angehen. In Berlin-Tempelhof (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) soll dafür der sogenannte HOGA Campus entstehen. Das Gelände an der Attilastraße und Röblingstraße ist mit rund 34.000 Quadratmetern riesig.
Auf dem Campus soll alles an einem Ort sein: Ausbildung, Weiterbildung und die tägliche Praxis. Geplant sind unter anderem ein Oberstufenzentrum für das Gastgewerbe, ein Übungshotel sowie Angebote von Fach- und Hochschulen. Es soll zudem ein Zentrum für Verbände und Innovationen geben. Damit Gründer ihre neuen Gastro-Ideen ausprobieren können, sind spezielle Räume vorgesehen. Damit die Azubis nicht weit fahren müssen, soll es direkt auf dem Gelände auch Wohnungen für sie geben.
Das Land Berlin hilft bei der Umsetzung, indem es das Grundstück kauft und es dann im Erbbaurecht an eine Genossenschaft weitergibt. Diese Genossenschaft wurde vom DEHOGA Berlin und neun weiteren Mitgliedern gegründet und wird den Campus später auch betreiben.
Die Zahlen hinter dem Projekt sind beachtlich: Langfristig sollen mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende dort lernen. Außerdem entstehen am Standort etwa 500 bis 600 neue Arbeitsplätze.
Die Politik sieht darin eine Chance, junge Menschen besser in den Beruf zu bringen und die Wirtschaft zu stärken. Da die Hotel- und Gastrobranche in Berlin jährlich Milliarden an Umsatz macht und viele Tausend Jobs sichert, ist die Ausbildung von Fachkräften für die Stadt überlebenswichtig. Das Ziel ist, dass der Campus in Deutschland und Europa eine führende Rolle einnimmt.