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Berlin Mitte präsentiert zwei neue Kunstausstellungen

In der Galerie Wedding und im Mitte Museum geht es bald um koreanische Gastarbeiter und eine vergessene Stimme der Nachkriegszeit.

In Berlin (Hauptstadt Deutschland) starten in Kürze zwei kulturelle Highlights. Zuerst geht es in der Galerie Wedding in der Müllerstraße 146/147 um die Geschichte von Menschen aus Südkorea. Am 20. August um 18 Uhr eröffnet der Künstler Frank Jimin Hopp seine Ausstellung „매난국죽 Mae Nan Guk Juk: Diasporic Memories Formed in Clay“.

In der Ausstellung geht es um südkoreanische Bergarbeiter und Krankenpfleger, die in den 1960er und 1970er Jahren nach Deutschland kamen. Damals gab es Anwerbeabkommen, weil die Bundesrepublik dringend Arbeitskräfte brauchte. Obwohl diese Menschen beim wirtschaftlichen Aufbau geholfen haben, werden ihre Geschichten heute oft vergessen. Frank Jimin Hopp hat mit den Betroffenen gesprochen und ihre Erinnerungen an die Migration, die Arbeit und den Verlust in Videoarbeiten und Keramik-Objekten festgehalten. Die Ausstellung läuft vom 21. August bis zum 1. September 2026. Der Eintritt ist frei und die Galerie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kurz darauf folgt ein weiteres Projekt im Mitte Museum in der Pankstraße 47. Ab dem 10. September 2026 wird dort die Schriftstellerin und Journalistin Susanne Kerckhoff gewürdigt, die von 1918 bis 1950 lebte. Sie schrieb kurz nach dem Zweiten Weltkrieg für die Berliner Zeitung über schwierige Themen wie Schuld, Antisemitismus und die Entnazifizierung.

Das Museum zeigt ihr Werk nun zum ersten Mal systematisch. Fünf zeitgenössische Künstler haben zudem eigene Arbeiten erstellt, um Kerckhoffs Texte in die heutige Zeit zu übertragen. Die Eröffnung findet am 9. September um 18 Uhr statt. Die Laufzeit geht bis zum 21. Februar 2026. Auch hier ist der Eintritt kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig. Das Gebäude ist weitestgehend barrierefrei und verfügt über einen Fahrstuhl.

Beide Ausstellungen werden durch verschiedene Kuratoren betreut und im Fall des Mitte Museums durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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