Berlin ehrt erste Rabbinerin der Welt mit Gedenkzeichen
Am 28. August 2026 bekommt die Kottbusser Straße in Berlin (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) eine besondere Ergänzung. Um 15 Uhr wird dort ein Gedenkzeichen für Regina Jonas eingeweiht. Das neue Zeichen steht an der Ecke zur Regina-Jonas-Straße und soll Passanten mehr über das Leben der Frau erzählen.
Regina Jonas war eine Pionierin. Sie war die erste Frau auf der Welt, die als Rabbinerin tätig war. In den 1930er Jahren arbeitete sie auch in der Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg. Sie setzte sich damals mit viel Mut für Bildung und die Gleichberechtigung von Frauen ein.
Das Ende ihres Lebens war grausam. Unter den Nationalsozialisten musste sie Zwangsarbeit leisten. Im Jahr 1942 wurde sie nach Theresienstadt verschleppt. Im Oktober 1944 folgte die Deportation nach Ausschwitz-Birkenau, wo sie ermordet wurde.
Bereits im Dezember 2025 hatte der Bezirk eine Straße nach ihr benannt. Jetzt kommt das Gedenkzeichen hinzu, um die Erinnerung an sie im Stadtbild sichtbar zu machen. Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betont, dass das Denkmal auch eine Mahnung gegen Antisemitismus sei.
An der Einweihung nehmen neben der Bürgermeisterin auch Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck und Vertreter der Gemeinde der Synagoge Fraenkelufer teil. Alle Anwohner und Interessierten können an der Veranstaltung teilnehmen.