Berlin hilft Firmen bei der Krisenvorsorge
Stromausfälle, Cyberangriffe oder heftiges Wetter können einen Betrieb schnell lahmlegen. Wenn die Kühlkette reißt oder die Computer nicht mehr laufen, stehen Büros und Läden still. Die Kosten für solche Ausfälle sind oft riesig. Viele Firmen in Berlin (Hauptstadt und Land Berlin) wissen zwar, wo die Gefahren liegen, haben aber keinen konkreten Plan für den Ernstfall. Zudem finden sie oft nicht die richtigen Ansprechpartner für Hilfe.
Jetzt hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe deshalb eine Initiative gestartet. Gemeinsam mit der IHK, der Handwerkskammer, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg und der Wirtschaftsförderung Berlin Partner wurde eine Übersicht erstellt. Diese dient als erste Anlaufstelle für Betriebe, die sich absichern wollen. In einer neuen Broschüre werden bestehende Beratungen, Schulungen und Unterstützungsangebote im Land Berlin gebündelt.
Die Notwendigkeit zeigt sich laut Senatorin Franziska Giffey an aktuellen Beispielen: Schwere Anschläge auf das Stromnetz im letzten und diesem Jahr haben gezeigt, dass man vorbereitet sein muss. Auch die Handwerkskammer weist darauf hin, dass Vorfälle im Januar gezeigt haben, wie schnell ganze Stadtteile blockiert werden können.
Für die Firmen gibt es verschiedene Hilfsmittel. Die Unternehmensverbände bieten zum Beispiel einen KI-basierten Chatbot an, der schnell Infos zu Cybersicherheit und stabilen Lieferketten liefert. Die IHK hat zudem die Plattform „Berliner Wirtschaft hilft“ ins Leben gerufen. Dort können sich Unternehmen gegenseitig unterstützen, wenn es brenzlig wird.
Das Ziel der Stadt ist es, den Wirtschaftsstandort insgesamt robuster zu machen, damit Betriebe auch in Krisenzeiten handlungsfähig bleiben. Die entsprechenden Unterlagen und das Resilienzkonzept können als PDF heruntergeladen werden.