Bensheim plant Aufwertung der Innenstadt mit drei Projekten
Bensheim (Landkreis Bergstraße, Hessen) möchte seine Innenstadt für Menschen aller Generationen schöner und nutzbarer machen. Das Stadtmarketing hat dafür drei konkrete Pläne eingereicht, um Gelder aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ zu bekommen.
Das erste Projekt betrifft den oberen Marktplatz. Dort gibt es bereits eine Holzkonstruktion, die nun zu einer hochwertigen Fläche ausgebaut werden soll. Es soll barrierearm sein, also leichter zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung oder Kinderwagen. Geplant sind mehr Bänke und ein Wasserelement, an dem man sich an heißen Tagen abkühlen kann. Außerdem soll die Stadtterrasse für kleine Kultur-Events genutzt werden. Damit es abends sicherer ist und man sich besser zurechtfindet, soll der schmale Durchgang zur Stadtmühle moderner beleuchtet werden. Für diesen Teil sind 100.000 Euro geplant.
Beim zweiten Projekt geht es um den Schutz vor Hitze. Die Stadt will drei neue Trinkwassersäulen aufstellen: am Beauner Platz, am oberen Marktplatz und in der oberen Fußgängerzone. Bisher gibt es solche Säulen nur am Hospitalbrunnen und am Bürgerwehrbrunnen vor der Alten Faktorei. Zusätzlich sollen drei Sprühnebelsäulen kommen. Wer auf den Knopf drückt, bekommt einen feinen Wassernebel zur Abkühlung. Besonders am Beauner Platz soll das zusammen mit einer Sportbox und einer Ladestation für Fahrräder einen kostenlosen Freizeitbereich ergeben. Die Kosten liegen hier bei 90.000 Euro.
Das dritte Vorhaben ist ein Angebot für Sportbegeisterte. Am Beauner Platz soll die geplante, solarbetriebene Sportbox um eine Calisthenics-Anlage ergänzt werden. Das ist eine Art Fitnessstudio im Freien, bei dem man mit dem eigenen Körpergewicht an Stangen und Geräten trainiert. Das soll vor allem Jugendliche und Familien anlocken, die einen Treffpunkt suchen, an dem sie nichts bezahlen müssen. Für die Anlage inklusive Spezialboden sind 45.000 Euro kalkuliert.
Insgesamt kosten die drei Maßnahmen 235.000 Euro. Wenn das Land wie gewohnt etwa 80 Prozent übernimmt, müsste Bensheim nur maximal 47.000 Euro selbst zahlen. Dieses Geld könnte aus dem Budget des Stadtmarketings kommen, sodass der städtische Haushalt nicht zusätzlich belastet wird.
Ob die Pläne wirklich umgesetzt werden, entscheidet nun die Stadtverordnetenversammlung. Das Thema steht in der nächsten Sitzung im September auf der Tagesordnung. Der Magistrat und Bürgermeisterin Christine Klein hoffen auf ein positives Ergebnis.
Quelle: Bensheim – zur Originalmeldung