Bedburg-Hau: Feuerwehr trainiert Gefahren durch Strom
Die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) hat an einer speziellen Fortbildung auf der Training Base in Weeze teilgenommen. Veranstalter der Übung war die Westenergie AG. Im Fokus stand diesmal ein Thema, das im Alltag gefährlich werden kann: elektrische Spannungen an Einsatzstellen.
Nachdem die Feuerwehrleute zuerst die Theorie gelernt hatten, ging es direkt in die Praxis. Die Bedingungen waren hart. Die Einsatzkräfte mussten mit großer Hitze, dichtem Rauch und schlechter Sicht kämpfen. Sie lernten, wie man die verschiedenen Phasen eines Brandes erkennt und wie man die Wärmebildkamera richtig einsetzt. Auch verschiedene Arten, das Löschwasser zu sprühen, wurden geübt.
Besonders schwierig waren die Übungen zu Bränden an elektrischen Anlagen und Photovoltaikanlagen. Die Retter trainierten, wie sie unter Spannung stehende Solaranlagen erkennen. Nur so können sie das richtige Löschmittel wählen und sicher arbeiten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Außerdem standen die Bekämpfung von Bränden in Gebäuden und gefährliche Rauchgas-Phänomene auf dem Plan.
Gemeindebrandinspektor Klaus Elsmann betonte, dass es bei Stromgefahren darauf ankommt, die Lage richtig einzuschätzen. Durch das Training unter realen Bedingungen könnten die Einsatzkräfte lernen, in stressigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Feuerwehr setzt deshalb bewusst auf die Zusammenarbeit mit externen Partnern, da solche komplexen Szenarien im normalen Dienst kaum darstellbar sind.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau – zur Originalmeldung