Bärweiler plant Neubaugebiet und neue Straßenbeiträge
In Bärweiler (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz) gibt es Neuigkeiten für die Anwohner. Der Gemeinderat hat einstimmig dem Doppelhaushalt zugestimmt. Die Gemeinde rechnet für dieses Jahr mit einem kleinen Überschuss von etwa 2800 Euro. Auch für das Jahr 2023 sieht die Rechnung mit einem Plus von gut 32 600 Euro aus. Das Geld kommt unter anderem durch gute Konjunkturdaten und Einnahmen aus der Windenergie zustande.
Ein wichtiger Punkt ist das Neubaugebiet „Pfuhlbrück“. Hier sollen im Mai die Tiefbauarbeiten starten. Die Gemeinde hat dafür Kredite in Höhe von 107 000 Euro aufgenommen. Das Geld soll später durch den Verkauf der Bauplätze wieder zurückfließen. Ortsbürgermeister Helmut Schmell berichtete, dass es bereits weitere Interessenten für die Grundstücke gibt. Wie viel ein Quadratmeter genau kostet, steht aber noch nicht fest. Das entscheidet sich erst, wenn die Kosten für die Erschließung komplett bekannt sind.
Besonders hitzig wurde im Rat über die Kosten für den Straßenausbau diskutiert. Wegen neuer Gerichtsurteile müssen die bisherigen Einmalzahlungen auf wiederkehrende Beiträge umgestellt werden. Das bedeutet: Wenn eine Straße ausgebaut wird, wird das ganze Dorf als Abrechnungseinheit genutzt. Es gab viele Fragen dazu, wie der Außenbereich definiert wird oder wie der Beitragsmaßstab aussehen soll. Am Ende einigte sich der Rat darauf, dass die Gemeinde bei einem Ausbau von fünf Ortsstraßen 30 Prozent der Kosten übernimmt. Damit zahlt die Gemeinde mehr, als der Städtebund empfohlen hatte. Ziel ist es, dass der Ort für die Bewohner attraktiv bleibt.
Auch an anderen Stellen wird investiert. Für die Baumpflege sind 5000 Euro eingeplant, für Wirtschaftswege 4500 Euro und für die Sanierung von Brücken insgesamt 25 000 Euro. Am Haus am Dorfplatz wird eine Treppe abgerissen, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Die Kosten liegen bei 86 000 Euro, wovon die Gemeinde 72 000 Euro als Zuschuss erhält. Gleichzeitig wurden die Gebühren für das Gemeindehaus und das Haus am Dorfplatz neu geregelt. Vereine dürfen dort künftig einmal im Jahr kostenlos eine Veranstaltung abhalten, müssen aber die Nebenkosten selbst tragen.
Zum Thema Windenergie gibt es noch keine festen Zahlen. Bärweiler besitzt Land in einem möglichen Gebiet auf dem Schwarzenberg. Die Gemeinde möchte von den Anbietern Notus Energie und Vattenfall feste Beträge wissen, mit denen sie rechnen kann. Diese Berechnungen fehlen noch. Der Bürgermeister hofft, dass es bis zur nächsten Sitzung am 17. Mai neue Informationen gibt.
Quelle: Bärweiler – zur Originalmeldung