Bad Soden-Salmünster rettet alte Roteiche auf Friedhof
Auf dem Friedhof in Salmünster (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) gibt es Grund zur Sorge um eine alte Roteiche. Bei den normalen Kontrollen des städtischen Bauhofs entdeckten die Mitarbeiter einen Pilzbefall. Damit niemandem etwas passiert, musste die Stadt genau prüfen, ob der Baum noch sicher steht oder gefällt werden muss.
Um Gewissheit zu bekommen, holte die Verwaltung ein Fachbüro dazu. Die Experten untersuchten den Stamm mit einer sogenannten Schalltomographie. Das ist wie ein Ultraschall für Bäume, mit dem man in das Holz schauen kann. Das Ergebnis war schlecht: Am Fuß des Stammes sitzt ein wulstiger Lacksporling. Dieser Pilz zersetzt das Holz und hat die tragenden Teile im unteren Bereich des Baumes deutlich geschwächt.
Trotzdem will die Stadt den Baum nicht sofort fällen. Stattdessen wird die Krone eingekürzt. Das bedeutet, dass Teile der Krone weggeschnitten werden, damit der Wind weniger Angriffsfläche hat. So wird die Last auf den geschädigten Stammfuß verringert und die Sicherheit erhöht, während der Baum trotzdem erhalten bleibt.
Bürgermeister Dominik Brasch lobte die Arbeit des Bauhofs. Besonders die Fachkenntnisse der Mitarbeiter Emil Gaul und Björn Schmelzer seien wichtig für den Erhalt des Stadtgrüns. Die Stadt möchte in Zukunft öfter erklären, warum Bäume beschnitten oder gefällt werden, da viele Bürger sensibel auf solche Veränderungen reagieren.
Ob die Maßnahme ausreicht, um die Roteiche langfristig zu sichern, wird die Zeit zeigen. Die Stadt wird den Zustand des Baumes weiterhin beobachten.