Bad Homburg rüstet Feuerwehr für Waldbrände auf
In Bad Homburg vor der Höhe (Hochtaunus, Hessen) setzt die Feuerwehr auf neue Technik. Da es durch den Klimawandel immer öfter zu Trockenheit und Hitze kommt, steigen auch die Gefahren für Wald- und Vegetationsbrände. Deshalb hat die Stadt nun ihr Material gezielt erweitert.
Das wichtigste neue Stück ist ein spezielles Tanklöschfahrzeug. Der Wagen ist extrem geländegängig, hat Allradantrieb und eine starke Maschine mit 395 PS. So kommen die Retter auch über weiche Böden oder steile Hänge. Besonders praktisch: Die Reifen können je nach Untergrund angepasst werden. Wenn es brenzlig wird, kühlt das Fahrzeug seinen eigenen Unterbau mit Wasser, damit die Feuerwehr auch über bereits verbrannte Flächen fahren kann.
Die Technik an Bord ist modern. Zwei Leute können das Löschwasser direkt aus der Kabine steuern. Ein weiterer Feuerwehrmann kann über einen Ausstieg auf dem Dach Bodenfeuer bekämpfen. Mit der sogenannten Pump-and-Roll-Funktion wird gelöscht, während das Auto noch fährt. Ein Wasserwerfer an der Front spritzt das Wasser bis zu 75 Meter weit.
Zusätzlich gibt es einen speziellen Gerätesatz für den Wald. Dazu gehören Löschrucksäcke, Motorsägen und Waldbrandhacken. Damit sich die Teams im Dickicht nicht verirren, sind digitale Karten und Navigationsgeräte an Bord. Dieses Fahrzeug soll künftig das Herzstück des schweren Waldbrandzuges sein.
Neben dem Wagen hat die Stadt zwei baugleiche Abrollbehälter gekauft. Diese Container fassen jeweils 10.000 Liter Wasser und haben eigene Pumpen sowie fernsteuerbare Wasserwerfer. Ein großer Vorteil ist der Schnellablass: In weniger als einer Minute kann der gesamte Tankinhalt in faltbare Behälter geleert werden. So können andere Löschfahrzeuge schnell wieder aufgefüllt werden.
Die Container führen außerdem tragbare Pumpen und faltbare Wasserbehälter mit, die bis zu 7.350 Liter fassen. Für den eigenen Schutz können die Container und das Trägerfahrzeug mit einem Wasserschleier eingenebelt werden, um die Hitze abzuhalten.
Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak und Branddirektor Daniel Guischard betonen, dass diese Investitionen die Sicherheit für die Bürger und die Natur in der Region erhöhen. Die neuen Mittel ermöglichen völlig neue Taktiken bei der Brandbekämpfung im Gelände.