Rekordsturm auf das Waldschwimmbad in Kronberg im Taunus
Im Waldschwimmbad in Kronberg im Taunus (Hochtaunuskreis, Hessen) ist derzeit ein regelrechter Ansturm zu beobachten. Bis Mitte Juli kamen bereits über 48.000 Gäste, um sich abzukühlen. Das ist fast so viel wie im gesamten letzten Jahr, als insgesamt 55.700 Menschen das Bad besuchten. Verena Methfessel, die Leiterin des Schwimmmeister-Teams, rechnet damit, dass die Marke vom Vorjahr schon bis Ende Juli geknackt wird.
Besonders heftig wurde es Ende Juni. Am Samstag, den 27. Juni 2026, war der absolute Höhepunkt: 3.730 Menschen gingen durch das Drehkreuz. Da Kinder unter sechs Jahren kostenlos ins Bad dürfen und nicht mitgezählt werden, waren es an diesem Tag wohl über 4.000 Gäste. Solche Zahlen gab es zuletzt im Rekordsommer 2018. Viele Besucher kommen bereits um 6.30 Uhr zur Öffnung und bleiben bis zum Abend, weil es in den Wohnungen zu heiß ist.
Die extreme Belastung spürt man auch bei der Technik und dem Material. Die Filteranlage muss Schwerstarbeit leisten, um das Wasser trotz der vielen Sonnencreme sauber zu halten. Deshalb werden die Filter jetzt fast täglich gespült statt nur einmal pro Woche. Am 25. Juni musste das Bad deshalb sogar später öffnen, damit die Anlage das Wasser erst richtig aufbereiten konnte. Auch Seife und Toilettenpapier waren schneller verbraucht als geplant und mussten nachbestellt werden.
Ein Problem gibt es derzeit bei der Reinigung der Sanitärbereiche. Erster Stadtrat Heiko Wolf sagte, dass hier nachjustiert werden müsse. Die Stadt hat den externen Reinigungsdienst bereits darauf hingewiesen, dass die Arbeit ordentlich erledigt werden muss, besonders bei diesen Besucherzahlen. In den nächsten Wochen wird die Stadt die Reinigung genauer kontrollieren.
Für die Zukunft sind bereits große Pläne geschmiedet. Ende September gibt es einen Termin mit dem Magistrat, um Verbesserungen für die Umkleiden und die Warmwassertechnik der Duschen bis zur Saison 2027 zu besprechen. Danach soll die über 30 Jahre alte Filteranlage ersetzt werden. Das wird über 600.000 Euro kosten und ist Teil der Haushaltsberatungen für 2027. Zusammen mit der neuen Photovoltaik-Anlage auf dem Parkplatz und der sanierten Gastronomie will die Stadt das Bad langfristig sichern.
Glück im Unglueck: Trotz des Trubels gibt es kaum Unfälle, abgesehen von kleinen Schürfwunden oder Insektenstichen. Auch das Team hält zusammen und wird an starken Tagen von der DLRG unterstützt.