Bad Dürkheim kämpft gegen die Hitze
In Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) werden die Sommer immer heißer. Deshalb hat die Stadt nun einen Plan, wie sie die Menschen vor der Hitze schützen will. Dabei geht es nicht nur um eine einzelne Liste mit Maßnahmen, sondern darum, das Thema Klima bei jeder neuen Planung und jeder Investition mitzudenken.
Wer an heißen Tagen Abkühlung sucht, kann bereits jetzt auf die Trinkwasserbrunnen in der Stadt zurückgreifen. Auch der Kurpark mit der Isenach, die Kneippanlage, der Wasserspielplatz und der 333 Meter lange Gradierbau mit seiner Soleberieselung bieten Erholung. Für die Zukunft ist geplant, die Innenstadt noch stärker zu begrünen. Mehr Bäume und Pflanzen sollen für natürlichen Schatten sorgen, damit man sich in der Stadt wieder wohler fühlt.
Besonders wichtig ist die Kühlung in Schulen und Kitas, da Kinder empfindlicher auf Hitze reagieren. In der Kita Leistadt wurde durch eine energetische Sanierung das Raumklima bereits verbessert. An der Pestalozzi-Grundschule gibt es nun eine automatische Verschattung. Für die Valentin-Ostertag-Grundschule sind weitere Verbesserungen geplant. Die Bauarbeiten sollen 2027 starten, finanziert werden sie durch Fördermittel aus Europa. Für weitere Einrichtungen prüft die Stadt derzeit, was noch sinnvoll ist.
Auch die Sicherheit bei Extremwetter wird ausgebaut. Die Stadt investiert in neue Feuerwehrfahrzeuge und setzt zusätzliche Sirenen ein, um die Bevölkerung schneller warnen zu können.
Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt sagt, dass die Anpassung an das Klima eine Daueraufgabe sei. Die Stadt wolle Schritt für Schritt widerstandsfähiger werden. Bei neuen Bäumen achte man dabei genau auf den richtigen Standort und die spätere Bewässerung, damit die Pflanzen auch langfristig überleben.
Die Stadt wird die Maßnahmen auch künftig bei allen Investitionen berücksichtigen, um die Lebensqualität in Bad Dürkheim zu erhalten.