Bad Bentheim: Däne bei Grenzkontrolle festgenommen
Es war kurz vor drei Uhr morgens in der Nacht zum Mittwoch. Bundespolizisten führten am Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30 in Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen) Kontrollen durch. Da die Grenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze vorübergehend wieder eingeführt wurden, hielten die Beamten ein Auto mit dänischem Kennzeichen an.
Der Fahrer, ein 31-jähriger Däne, behauptete bei der Befragung, er habe seinen Führerschein einfach nur vergessen. Doch die Überprüfung der Personalien ergab ein anderes Bild: Der Mann besitzt gar keinen Führerschein. Zudem stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn erwirkt hatte. Der Mann war bereits gerichtlich verurteilt worden, weil er ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Da er die Strafe nicht angetreten hatte, drohten ihm nun mehr als zwei Wochen Gefängnis.
Die Polizisten durchsuchten den Mann und sein Fahrzeug. Dabei fanden sie eine kleine Menge Marihuana, die sie sofort sicherstellten.
Der Däne konnte die Situation jedoch noch retten. Er brachte kurzfristig 1.200 Euro auf, womit er die Ersatzfreiheitsstrafe abwenden konnte. Damit war der Haftbefehl erledigt. Trotzdem blieb der Besuch bei der Polizei nicht ohne Folgen: Die Beamten zeigten ihn erneut an, weil er ohne Führerschein gefahren war und wegen des Fundes des Cannabis.
Nachdem alle polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, durfte der Mann zwar gehen, aber nicht mit seinem Wagen. Die Polizei untersagte ihm die Weiterfahrt mit dem Auto. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim – zur Originalmeldung