Bad Bentheim: Mann in Fernreisebus festgenommen
Es war kurz vor 19 Uhr am Mittwoch, als die Bundespolizei auf dem Rastplatz Bentheimer Wald in Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen) einen Fernreisebus stoppte. Die Beamten führten dort die vorübergehend wiedereingeführten Kontrollen an der Grenze zu den Niederlanden durch. Der Bus kam über die Autobahn 30 aus dem Ausland.
Bei der Kontrolle der Fahrgäste fiel ein 32-jähriger Mann aus Palästina auf. Die Polizisten prüften seine Daten und stellten schnell fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Der Mann sollte eigentlich eine Geldstrafe von 600 Euro wegen Betruges zahlen, hatte das Geld aber nicht aufgebracht. Da er den Betrag auch direkt vor Ort nicht bezahlen konnte, musste er eine Ersatzstrafe von 15 Tagen absitzen.
Doch das war nicht alles. Der Mann zeigte einen griechischen Flüchtlingspass vor. Bei der weiteren Überprüfung kam heraus, dass er bereits in drei verschiedenen Ländern als Asylbewerber registriert war: in Griechenland, in Deutschland und in den Niederlanden.
Die Beamten nahmen eine Sicherheitsleistung in Kauf und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein. Es geht um den Verdacht des Betruges und einen möglichen Verstoß gegen das Asylgesetz. Nachdem alle polizeilichen Maßnahmen erledigt waren, brachten die Beamten den Mann in eine Justizvollzugsanstalt, damit er seine Strafe antreten kann.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim – zur Originalmeldung