Bad Aibling: Zoll findet Drogen und Waffen bei Festival-Fans
Am vergangenen Freitag und Samstag war beim Weg zum Festivalgelände in Bad Aibling (Landkreis Rosenheim, Bayern) viel los. Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls hatte dort eine große Aktion gestartet. Die Beamten stoppten gezielt Fahrzeuge, die zum Gelände einfuhren. Besonders genau schauten sie sich die Besucher an, die aus dem Ausland angereist waren.
Die Rauschgiftspürhunde des Zolls kamen schnell zum Einsatz. Die Hunde schlugen mehrfach an und zeigten den Beamten, wo sich die Drogen versteckt hatten. Insgesamt wurden sechs Besucher gestoppt, die eine bunte Mischung an Aufputschmitteln bei sich hatten. Dabei fanden die Zöllner Kokain, ein Gemisch aus Kokain und Amphetamin sowie Ecstasy. Auch Dopingmittel und starke Arznei- oder Schmerzmittel waren dabei, die gesetzlich als Betäubungsmittel gelten.
Fünf weitere Menschen hatten Marihuana im Gepäck. Die Mengen waren in allen Fällen so gering, dass die Drogen wohl nur für den eigenen Gebrauch gedacht waren. Neben den Drogen fanden die Beamten auch gefährliche Gegenstände. Sie nahmen einen Schlagring und eine Softairpistole sicher.
Marion Dirscherl vom Hauptzollamt Rosenheim wies darauf hin, dass viele Leute die Regeln nicht kennen. Es sei nach wie vor verboten und strafbar, Cannabis über die Grenze zu bringen.
Der Zoll hat alle gefundenen Drogen und Waffen sichergestellt. Gegen die Betroffenen wurden Strafverfahren eingeleitet, weil sie Drogen illegal aus dem Ausland ins Land gebracht haben. Die Ermittlungen dauern an.