Ausstellung im Kloster Rehna erinnert an NS-Kinderheim
In Rehna (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) gibt es derzeit eine besondere Ausstellung im Kloster. Unter dem Namen „ORTSZEIT – Maurinmühle“ wird an einen Ort erinnert, der fast vergessen war: die Maurinmühle bei Neschow.
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es dort ein Kinderheim. In dieser Einrichtung wurden Kinder untergebracht, die als „schwer erziehbar“ galten. Außerdem lebten dort Kinder von Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der Ukraine. Heute finden sich an dem Ort kaum noch Spuren von dem, was dort passiert ist.
Die Ausstellung im Kloster Rehna verbindet deshalb harte Fakten mit Kunst. Der Historiker Lukas Augustat hat die Geschichte des Heims erforscht und seine Ergebnisse veröffentlicht. Die Künstlerinnen und Künstler setzen diese Arbeit nun fort. Sie wollen die emotionalen Seiten der Geschichte zeigen und die Besucher dazu bringen, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies bis zum 31. Oktober tun. Von Mai bis Oktober ist das Kloster von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen geht es von 11 bis 17 Uhr los. Im Oktober ändern sich die Zeiten leicht auf 11 bis 16 Uhr an allen Tagen.
Der Eintritt kostet regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. In diesem Preis ist auch der Besuch der Dauerausstellung enthalten. Die Ausstellung befindet sich im Kloster Rehna am Kirchplatz 1a.