Ausflugsziele in Böhmenkirch: Von Burgen bis zu Höhlen
Wer die Gemeinde Böhmenkirch (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg) besucht, findet eine Vielzahl an Zielen für einen Ausflug. Besonders bekannt ist die Burg Ravenstein, die vermutlich schon um 1090 erbaut wurde. Sie gehört zu den ältesten Höhenburgen in der Region. Ein historisches Detail: Im Jahr 1140 stürzten hier mehrere Ritter in den Tod, weil ein Holzgeländer nachgab.
Im Roggental liegt die Obere Roggenmühle. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1100 und wurde ursprünglich von den Herren der Burg Ravenstein errichtet, um die Wasserkraft der Eyb zu nutzen. Heute gibt es dort eine Gastwirtschaft mit schwäbischen Spezialitäten und Forellen.
Für Abenteurer gibt es das Mordloch. Mit einer Länge von 4.320 Metern ist es die zweitlängste Höhle der Schwäbischen Alb. Die Höhle ist ein Labyrinth aus Gängen und Seen. Im Februar 1977 kam es hier zu einem spektakulären Einsatz, als vier Sporttaucher durch Hochwasser für 57 Stunden eingeschlossen waren.
Auch technisch Interessierte kommen auf ihre Kosten. Auf dem Schnittlinger Berg stehen eine Wetterstation und ein 130 Meter hoher Fernmeldeturm. Die Station begann bereits 1936 als Wetterfunkstelle der Luftwaffe. Direkt daneben bietet der Wind & Wetter Erlebnispark einen interaktiven Parcours zu den Themen Energie und Wetter.
Weitere Stopps sind die Straußenfarm Lindenhof mit Hofladen, die Galgenlinde, die früher als Gerichtsbaum diente, sowie die Patrizkapelle und die Kolomankapelle. Naturfreunde können zudem das Naturschutzgebiet der Rauhen Wiesen mit seinen typischen Hülben oder das wieder geöffnete Magental bei Steinenkirch besuchen.
Wer sich für Architektur interessiert, kann die neugotische St.-Vitus-Kirche besichtigen, die nach einem Dorfbrand ab 1865 neu gebaut wurde.