Ausflugsziele in Böhmenkirch: Von Burgruinen bis Straußenfarm
Wer einen Ausflug nach Böhmenkirch (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg) plant, findet dort viele verschiedene Ziele. Besonders bekannt ist die Burg Ravenstein. Sie wurde wohl um 1090 erbaut und gehört zu den ältesten Höhenburgen der Region. Ein Detail aus der Geschichte: Im Jahr 1140 stürzten dort mehrere Ritter in den Tod, weil ein Holzgeländer nachgab.
Für Naturfreunde gibt es das Roggental, ein enges Tal mit bewaldeten Hängen. Dort liegt die Obere Roggenmühle, die bereits um 1100 gebaut wurde. Heute gibt es dort eine Gastwirtschaft, in der man Forellen und schwäbische Spezialitäten essen kann. In der Nähe befindet sich das Mordloch. Es ist mit einer Länge von 4.320 Metern die zweitlängste Höhle der Schwäbischen Alb. Die Höhle ist ein Labyrinth aus Gängen und Seen. Im Februar 1977 gab es dort einen spektakulären Einsatz, als vier Sporttaucher durch Hochwasser für 57 Stunden eingeschlossen waren.
Auch ungewöhnliche Orte locken Besucher an. Die Straußenfarm Lindenhof züchtet Nachwuchs in Offenställen und verkauft Fleisch sowie Leder im Hofladen. Auf dem Schnittlinger Berg stehen eine Wetterstation und ein Funkturm. Der heutige Fernmeldeturm ist 130 Meter hoch. Direkt daneben gibt es den Wind & Wetter Erlebnispark mit einem Infoparcours zum Thema Energie.
Wer sich für Geschichte und Glaube interessiert, kann die Patrizkapelle besuchen, die 1733 erbaut wurde. Sie liegt an einem der höchsten Punkte der Gegend. In den Heidhöfen steht zudem die Kolomankapelle, die die Bewohner im Jahr 2007 in Eigenregie neu gebaut haben. Ein düsterer Ort ist die Galgenlinde an der B 466. Sie diente früher als Gerichtsbaum, an dem Urteile gesprochen und Todesurteile durch Erhängen vollstreckt wurden.
Für Wanderer ist zudem das Magental bei Steinenkirch wieder geöffnet. Es liegt in einem Naturschutzgebiet und bietet eine wildromantische Strecke über zwei Kilometer Länge.