Annaberg-Buchholz startet digitalen E-Bike-Verleih
Wer in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis, Sachsen) die Gegend auf zwei Rädern erkunden will, hat jetzt eine neue Option. Am Donnerstag wurde der BikePoint an der Geyersdorfer Straße eröffnet. Die Station steht direkt am Sonderbusstand über dem Busbahnhof, also gleich vor der historischen Altstadt.
Insgesamt stehen fünf hochwertige E-Mountainbikes der Marke Cube zur Auswahl. Es gibt zwei vollgefederte „Fullys“ in den Größen M und L sowie drei „Hardtails“. Diese gibt es in verschiedenen Rahmenformen, unter anderem als Tiefeinstieg in Größe S sowie in M und L. Die Räder haben starke Akkus mit 800 Wattstunden. Je nachdem, wie schwer der Fahrer ist und wie steil es bergauf geht, schaffen die Bikes eine Strecke von 70 bis 150 Kilometern.
Das Ganze läuft vollautomatisch über eine App der Firma use Group GmbH. Nutzer erstellen dort ein kostenloses Konto und buchen ihr Rad. Die Entsperrung erfolgt dann kontaktlos über das Smartphone. Mieten dürfen Menschen ab 18 Jahren, Jugendliche ab 14 Jahren allerdings in Begleitung der Eltern. Bezahlt wird digital, zum Beispiel über PayPal, Klarna oder per Lastschrift. Zur Sicherheit sind alle Räder mit GPS ausgestattet. Für den technischen Service ist der lokale Partner Bergmann Bike & Outdoor zuständig.
Die Preise sind gestaffelt. Eine Stunde kostet ein Hardtail 10 Euro, ein Fully 12 Euro. Wer den ganzen Tag unterwegs sein will, zahlt 24 Euro für das Hardtail und 30 Euro für das Fully. Dazwischen gibt es verschiedene Pakete für zwei bis fünf Stunden.
Der BikePoint ist aber nicht nur für Mieter da. Es gibt dort fünf überdachte Stellplätze, die man buchen kann. Wer sein eigenes E-Bike mitbringt, kann es dort für einen Euro pro Tag sicher abstellen und aufladen, sofern man das eigene Ladegerät dabei hat. So kann man das Rad sicher parken und zu Fuß in die Altstadt zum Einkaufen oder ins Museum gehen.
Die Stadt plant an der Geyersdorfer Straße noch weitere Verbesserungen. Eine Reparaturstation für Fahrräder soll dort bald entstehen. Außerdem sind eine E-Ladesäule für Autos und ein neuer Zebrastreifen geplant, um den Busbahnhof insgesamt attraktiver zu machen.
Insgesamt kostete das Projekt 81.000 Euro. Davon übernahmen Förderprogramme des Bundesministeriums für Verkehr etwa 65 Prozent, also 52.650 Euro. Die Stadt Annaberg-Buchholz zahlte 28.350 Euro aus eigener Tasche.